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BRAKE Der Star ohne Allüren ist ein exzellenter und vielseitiger Musiker. Mit feinsinnigem Humor lässt er sein musikalisches Leben Revue passieren. Das Publikum genießt in vollen Zügen.

von lore timme-hänsel BRAKE - Die wilden 70-er und 80-er Jahre haben Tony Carey gezeichnet, aber von seiner exzellenten Musikalität hat er nichts eingebüßt, seine soulig-rauchige Stimme ist fast noch besser geworden. Davon überzeugen sich rund 130 Besucher seines Solo-Konzerts am Sonnabendabend im Central-Kino in der Mitteldeichstraße.

Sie erleben einen gut gelaunten Tony Carey, der mit feinsinnigem Humor und ganz ohne Star-Allüren sein musikalisches Leben Revue passieren lässt. Das ruft Erinnerungen wach an friedensbewegte Zeiten, wilde Partys und viele unerfüllte Träume. Wir sind eben alle älter geworden.

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Tony Carey beginnt seine musikalische Karriere als Keyboarder in der Heavy-Metal-Band „Rainbow“, das ist lange her. Den Durchbruch in der internationalen Musikszene schafft er – zu seinem eigenen Entsetzen – mit der Rockballade „Room with a view“. Das Lied über einen Obdachlosen unter einer Brücke hat er für einen Film von Dieter Wedel („Der Regisseur ohne Film“) geschrieben, interpretiert wird es als „Zimmer mit Aussicht“ und findet sich als Hit auf sämtlichen Kitschrock-Samplern wieder. So kann‘s gehen.

Nicht ganz ernst gemeint hat er auch die Rockballade „I feel good“ für einen Schmimanski-Film, es wird ebenfalls ein Hit. An den Film „Der Joker“ mit Peter Maffay als Detektiv im Rollstuhl kann sich kaum noch jemand erinnern, aber an die Musik („Burning Bridges“ und „Friends“) von Tony Carey.

Er hat mit vielen Rocklegenden zusammengearbeitet, Eric Burdon hat bei ihm unter dem Klavier geschlafen. Ihm zu Ehren singt Carey „No Man‘s Land“, das geht unter die Haut; er huldigt seinem Idol Chuck Berry mit „Route 66“, das macht munter in den kuscheligen Kinosesseln; stellt mit einer Hommage an Fats Domino und Louis Armstrong seine Vielseitigkeit unter Beweis.

Die wilden Jahre haben Tony Carey klüger, vielleicht sogar altersweise gemacht, der „Blue Highway“ tut es auch – und seit seinem Auftritt in „Wetten, dass...“ weiß er, dass man nie bei einer Generalprobe fehlen sollte. Wie alle Konzerte so beendet er auch im Kino seinen Auftritt mit „Bad time story“, ebenfalls aus dem Film „Der Joker“. Wegen dieser Rockballade sind doch die meisten gekommen und haben – dem Konzertveranstalter Brake-Event in Person von Norbert Ostendorf und Thomas Bäker sei Dank – fast zwei Stunden in Erinnerungen schwelgen dürfen. Schön war‘s.

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