NORDENHAM Sie arbeiten lieber ganz bescheiden im Hintergrund und scheuen das Rampenlicht. Beim Jahresempfang der NWZ am Sonnabend im Güterschuppen des Theaters Fatale rückten Renate Ammersken (79) und Peter Dirichs (70) aber in den Mittelpunkt einer Premiere. Erstmals zeichnete die NWZ mit Unterstützung der Oldenburgischen Landesbank in Nordenham ehrenamtliches Engagement durch Ernennung einer Frau und eines Mannes des Jahres aus.

„Ah, ich finde es umwerfend“, freute sich dann doch von Herzen Renate Ammersken als Frau des Jahres auf die entsprechende Frage des Leiters der NWZ -Redaktion Nordenham, Norbert Hartfil. Auch Peter Dirichs als Mann des Jahres fand Gefallen an diesem Scheinwerferlicht: „Ich finde es auch ganz toll hier.“

Renate Ammersken bekam ihre Auszeichnung als stille Helferin im Mehrgenerationenhaus der Caritas. Sie gilt dort als unverzichtbare Kraft, ist immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wird. Sie ist ebenso wie Peter Dirichs in der katholischen St.-Willehad-Gemeinde verwurzelt.

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Peter Dirichs wurde geehrt für sein langjähriges Engagement in der Mali-Hilfe. Als Leiter der Arbeitsgruppe „Brücke Nordenham/Kayes“ im Eine-Welt-Verein Nordenham ist er bereits sieben Mal in der westafrikanischen Republik gewesen und hat vier Schulen und drei Gesundheitszentren eingeweiht, die mit Hilfe von Spenden der Nordenhamer Brücke (insgesamt mehr als 100 000 Euro) errichtet worden sind.

Ohne Ehrenamtliche wäre die Gesellschaft viel ärmer, sagte NWZ -Chefredakteur Rolf Seelheim. Auch in Nordenham gebe es viele Beispiele, die einer Ehrung wert wären, aber die Jury habe sich auf zwei einigen müssen. Und das sei gelungen.

Stellvertretend für alle anderen, die aus eigenem Antrieb ehrenamtlich arbeiten, seien definitiv die Richtigen ausgewählt worden, bestätigte OLB-Filialleiter Tammo Seltmann. Bürgermeister Hans Francksen freute sich ebenfalls, dass hier Menschen ausgezeichnet werden, „die sich in besonderer Weise für die Gesellschaft eingesetzt haben und einsetzen“.

Ehrenamtliches Engagement habe, so Redaktionsleiter Norbert Hartfil, auch ein Recht auf Belohnung und Anerkennung. Das komme oft zu kurz, werde aber von vielen Ehrenamtlichen auch nicht eingefordert, weil es ihrem Naturell nicht entspreche. Renate Ammersken und Peter Dirichs verkörperten genau solche Ehrenamtlichen. Auf die Mitteilung über ihre Ehrung hätten sie mit Worten wie diesen reagiert: „Das muss nicht sein; andere haben das doch mehr verdient.“ Norbert Hartfil betonte: „Sie haben diese Ehrung verdient, weil sie Außergewöhnliches leisten und Vorbilder sind.“

Wenn es einen Sonderpreis für Zivilcourage gegeben hätte, dann hätte die Jury Thorsten Gust damit geehrt, der beim Osterfeuer in Ellwürden einen betrunkenen und hilflosen Jugendlichen aus einem tiefen Graben gezogen hatte.

Als äußere Zeichen der Anerkennung erhielten Renate Ammersken und Peter Dirichs Blumenstrauß, Geldumschlag und eigens für sie angefertige Skulpturen aus Sandstein mit diesem Titel in Anlehnung an einen Satz aus der Bibel: „Ein jeder trage die Last des anderen.“ Diese Kunstwerke hat Stephen Lawson aus dem westfälischen Soest geschaffen, ein Bildhauer mit afrikanischen Wurzeln.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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