Berne Ein ganz besonderes Konzert steigt am Sonntag, 28. Juli, 17 Uhr, in der Konzertkirche Warfleth: Zu Ehren des Dötlinger Musikprofessors Günter Berger, der am 25. Juli 90. Geburtstag feiert, führt das Kölner Asasello Quartett Werke des Jubilars auf – die Streichquartette Nr. 1 bis 4 sowie seinen Charakterzyklus „Sieben Temperamente“.

Der in Dötlingen (Landkreis Oldenburg) lebende Jubilar, fast 20 Jahre Professor für Orgel und Improvisation an der HfKM Bremen, hat seit Mitte der 1990er Jahre mehr als 20 bedeutende Kompositionspreise errungen, zuletzt 2018 beim renommierten „Klangfarben“-Wettbewerb Berlin. Er ist Träger der Landschaftsmedaille der Oldenburgischen Landschaft. Etliche seiner Werke werden von namhaften Musikverlagen publiziert. Sein Werk „Das große Klagelied“ – eine Vertonung des Poems „Das Lied vom ausgemordeten jüdischen Volk“ von Jizach Katzenelson – und das den Opfern von Auschwitz gewidmete „Crucifixion“ wurden in vielen Orten Deutschlands, Polens und in Israel (Tel Aviv und Jerusalem) aufgeführt.

Berger wurde 1929 im schlesischen Oppeln geboren, heute Polen. Die Schrecken des Zweiten Weltkrieges zwangen ihn als Sechzehnjährigen, von der Familie getrennt, zu einer abenteuerlichen Flucht allein zu Fuß quer durch Deutschland. Nach dem Krieg studierte er Kirchenmusik in Halle, war dort bis 1951 Organist und Chorleiter, bevor er nach Delmenhorst umzog. Dort war er bis 1976 als Kantor in St. Marien tätig – auch als Organist wurde er mit Preisen ausgezeichnet. Bis 1979 unterrichtete Berger in Vechta Klavier, Cembalo und Orgel. Zudem war er Professor für Orgelliteratur und Orgelimprovisation an der Hochschule für Künste Bremen. Mit seiner Komponistenkarriere startete er erst nach seiner Pensionierung richtig. Daneben schreibt er Fachartikel, Notate, Erzählungen und Gedichte. ,

Mit dem Asasello Quartett nimmt sich eine der europaweit führenden Formationen der Uraufführung von Bergers Streichquartetten an. Die aus Russland (Rostislav Kozhevnikov, Primarius), der Schweiz (Barbara Kuster, Geige), Polen (Justyna Sliwa, Bratsche) und Finnland (Teemu Myöhänen, Cello) stammenden Musiker haben sich in wenigen Jahren ein vielfältiges Repertoire erarbeitet – und einen hervorragenden Ruf.

Berger und Asasello: das fügt sich trefflich. Nicht nur, weil Asasello-Bratschistin Justyna Sliwa wie Günter Berger aus dem ehemaligen Schlesien stammt. Sondern vor allem, weil sowohl Berger als auch das Asasello Quartett Kennern als Synonym für Geradlinigkeit des Tuns gelten, für Reflexion, vernetztes Denken, Komplexität und konsequent hohen Anspruch.

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