Berne Was vor vielen Jahren als Berner Bücherwochen von Reinhard Rakow initiiert wurde, hat sich im Laufe der Zeit mindestens zu Wesermarschwochen entwickelt – eigentlich ist es längst zu einem überregional beachteten und geschätzten Kulturprojekt geworden.

Und längst geht es bei diesem mehrmonatigen Projekt auch nicht mehr nur um Bücher, sondern das Programm umfasst Vorträge und Konzerte mit einer enormen inhaltlichen Bandbreite. Rakow nennt die Bücherwochen deshalb auch ein „Fest der Kultur rund ums Wort“.

Aber natürlich geht es auch und vorrangig um Bücher. Und dabei ganz besonders um Buchprojekte, die Teil der Bücherwochen sind. In diesem Jahr haben sich erneut die Grundschule Ganspe, die Oberschule Berne und die Pestalozzischule Brake gemeinsam mit dem Gymnasium Brake beteiligt.

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Während die Grundschüler, wie gewohnt angeleitet von Verleger Alfred Büngen, Texte zum Thema „Was du nicht willst, das man dir tu...“ erarbeitet haben, ging es bei den Berner Oberschülern um „Vertrauen ist die Grundlage allen Miteinanders“. Über den Umgang miteinander ging es auch beim Buchprojekt der beiden Braker Schulen unter dem Titel „Jungs begrüßen sich robuster!“

Fester Bestandteil der Bücherwochen – sie fanden in diesem Jahr bereits zum 7. Mal statt – ist das Buchprojekt „Lesebuch der Wesermarsch“.

Das Wesermarsch-Buch 2019 hatte ebenfalls das Thema „Was du nicht willst, das man dir tu...“. Die besten Beiträge darin haben Petra Schomaker aus Stadland („Afscheed von’t Öllernhus“), Annemarie Harich-Golzwarden aus Brake („Was die Erde fühlt und denkt“), Nicoleta Craita Ten’o aus Bremen („Das Herz der Erde“), Annegret Achner aus Bremen („Abgerutscht“) und Maike Nemeyer aus Nordenham („Dann waren sie alle weg“) abgeliefert. Dieser Meinung war jedenfalls die Jury, die aus Alfred Büngen, der Schriftstellerin Helga Bürster, dem Vorsitzenden der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) Wesermarsch, Dieter Kohlmann, sowie Bücherwochen-Organisator Reinhard Rakow bestand. Alle genannten Autoren des diesjährigen Wesermarsch-Buches haben jeweils ein Preisgeld in Höhe von 100 Euro erhalten.

Ebenfalls ein Preisgeld in Höhe von 100 Euro hat Merle Kelting aus Brake erhalten für ihren Beitrag „Regeln aufstellen und mitreden“ im gemeinsamen Buch der Pestalozzischule und des Gymnasiums.

Wie die beiden Preisträgerinnen aus Bremen zeigen, ist das Wesermarsch-Buch ebenfalls längst nicht mehr auf den Landkreis beschränkt zu betrachten, sondern als Buchprojekt der Region.

Die übers Internet weltweit ausgeschriebene Doppelanthologie „Heimat/Menschheit“ ist das fünfte Buchprojekt der Bücherwochen. Den Hauptpreis, dotiert mit 500 Euro, hat Aisha Abo-Mostafa aus Oldenburg für ihre Gedichttrilogie „Mensch, Heimat, Wir Dichter) gleich zweimal bekommen. Einen weiteren Hauptpreis erhielten Nina Tröger aus Hamburg („Gedankengut-Protektionismus – oder: My Home ist my Bubble“). Vergeben wurden weitere Sonderpreise, dotiert mit jeweils 250 Euro: Den besten regionalen Beitrag lieferte Jens Wohlkopf aus Nordenham mit „Kleine Menschheitsgeschichte“ ab; das beste Essay reichte „Katharina Körting aus Berlin (Zwischen Chance und Risiko: Der Mensch ist dem Schicksal der Freiheit unterworfen“) ein; als bestes Zeitgedicht wurde „Neues Gewebe“ von Ulf Großmann aus Dresden ausgezeichnet; den besten poetischen Beitrag lieferte Silvia Berger aus München („Wolken und Flüsse und Wolken“) und den besten Nachwuchsbeitrag reichte Julia Meisinger aus Hausstetten mit ihrer Texttrilogie „Klischeebeklebt“, „Zufluchtsort“ und „Neu" ein.

Die Jury bestand aus Dr. Michael Brandt, Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft, Alfred Büngen, Reinhard Rakow, Bürgermeister Hartmut Schierenstedt (Berne), dem niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler (CDU) sowie der Buchhändlerin Heide Witting-Fries (Elsflether „Leselust“).

Alle Bücher sind im Geest-Verlag (Alfred Büngen) erschienen.


     www.reinhardrakow.de 
Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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