Berne In der neuen Reihe „Ohr:Zeit“, die zum Programm der siebten Berner Bücherwochen gehört, ist an diesem Sonntag, 27. Oktober, die Schriftstellerin Helga Bürster in der Kulturmühle in Berne, Lange Straße 74, zu Gast. Beginn ist um 15 Uhr.

An diesem Nachmittag wird „Dat stuure Huus“ aufgeführt. In dem plattdeutschen Hörspiel trifft die staatenlose Migrantin Isa auf den erdverwachsenen Witwer Claas.

Helga Bürster wird aus ihrem neuen Roman „Luzies Erbe“ vorlesen. Außerdem wird sie über beide Stücke informieren. „Ohr:Zeit“ ist ein offenes Format: jeder kommt und geht, wann er will. Der Eintritt ist frei.

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Zu dem neuen Buch von Helga Bürster heißt es vom Verlag:

Einen Schritt vor, zwei zurück: Die fast hundertjährige Matriarchin Luzie Mazur hat sich Zeit gelassen mit dem Sterben. Doch nun ist sie doot bleeven und hinterlässt ihrer Familie kaum mehr als einen abgewetzten Koffer voller Erinnerungen auf dem Kleiderschrank und fast ein Jahrhundert „Mazur’sches Schweigen“, das besonders ihrer Enkelin Johanne, selbst längst in ihren Fünfzigern, in den Ohren dröhnt. Es lässt ihr keine Ruhe, was damals war, als sich ihre junge Großmutter Luzie Krusenbusch während des Zweiten Weltkriegs in einem „Reichsmusterdorf“ bei Bremen in den polnischen „Fremdarbeiter“ Jurek verliebt hat.

Johanne will endlich Frieden machen mit der Geschichte ihrer Familie und dem bis in die Gegenwart andauernden Getuschel der Leute im Dorf. Und sie will mehr über „ihn“ erfahren, Luzies große Liebe Jurek, eine Liebe, die nicht sein durfte, weil da ein Krieg wütete, der der Liebe einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen wollte.

Helga Bürster erzählt wunderbar leicht und dabei doch tief bewegend davon, wie ein Schicksal die Jahrzehnte überdauert, wie das Schweigen über die Vergangenheit eine Familie überschattet. Sie erzählt von vier Generationen starker Frauen – und davon, dass es für Versöhnung nie zu spät ist.

Bürster studierte Theaterwissenschaften, Literaturgeschichte und Geschichte. Sie arbeitet als Autorin von Romanen und Hörspielen, als Schauspielerin, Regisseurin und als Erzählerin.

Die nächste „Ohr:Zeit“ am Sonntag, 10. November, 15 Uhr, in der Kulturmühle gestaltet Julia de Boor mit eigenen Poesie- und Prosatexten mit Cellobegleitung.

Am gestrigen Freitagabend wurden in der Kulturmühle auch die Bücher, die traditionell während der Bücherwochen erarbeitet werden, vorgestellt. Diesmal lautete das Thema für die weltweite Anthologie „Heimat/Menschheit“, während die Autoren für das Lesebuch für die Wesermarsch Beiträge zum Thema „Was du nicht willst ...“ geliefert haben.

Weitere Bücher sind in Schulen entstanden. Diese werden zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt. Die Bücherwochen enden im Dezember mit der großen Abschlussveranstaltung, auf der wie gewohnt mehrere Autoren ausgezeichnet werden.

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