Seefeld Überwiegend autobiografische Texte, die in der LEB-Schreibwerkstatt erarbeitet worden sind, haben jetzt zwölf Autorinnen aus der Wesermarsch in der Seefelder Mühle präsentiert. Die Lesung der „Zwölferrunde“, wie sich die Frauen selbst nennen, war eine Premiere und ihre Leiterin Helga Bürster, eine Krimiautorin aus Dötlingen.

Von Lampenfieber schien bei den Beteiligten keine Spur zu sein. Frei und ungezwungen lasen sie ihre sehr persönlichen Texte. Kindheitserlebnisse, Beobachtungen, Familiengeschichten und Gedichte hörten die rund 30 Zuhörer, und vieles regte sie zum Schmunzeln an. Auch bedrückende Texte wurden vorgelesen, so dass es eine bunte Mischung wurde, die alle Facetten des Lebens widerspiegelte.

Dass bei einigen Texten sogar Tränen im Publikum flossen, spricht für die Qualität des Vorgetragenen. Zur Zwölferrunde gehören Ulla Frost, Annemarie Harich-Golzwarden, Ursel Haase, Gundel Helmers, Annegret Kuilert, Petra Vosteen (alle aus Brake), Rita Ferling aus Lemwerder, Gudrun Sliwinsky, Irmhilde Fuhrmann (beide aus Berne), Marlies Holst aus Nordenham, Maria Marburg aus Jade und Petra Schomaker aus Stadland.

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Häusliche Gewalt

Von alten Klamotten und einsamen Morgen war da die Rede. „Hinaus in Gottes Welt, und wenn es sein muss, auch nach Seefeld“, hieß es beispielsweise bei Annemarie Harich-Golzwarden, die auch noch die Seefelder Mühle geschickt in ihre literarische Arbeit eingeflochten hatte. Wie aus einer Schublade mit vielen gesammelten Teilen eine humorvolle Geschichte werden kann, zeigte Marlies Holst. Von einer Verschnaufpause für eine unter häuslicher Gewalt leidenden eingeschüchterten Mutter handelte ein Text von der Hebamme Irmhild Fuhrmann, deren bedrückendes Werk allerdings Helga Bürster vorlas.

Auch Plattdeutsches wurde zum Besten gegeben. Die aus Schweieraußendeich stammende Petra Schomaker trug als Einzige einen plattdeutschen Text vor, der von einem besonderen Hochzeitstag ihrer Eltern handelte. Nach 45 Jahren kehrten sie noch einmal an den Ort zurück, an dem sie in einer holländischen Zeremonie getraut worden waren: das Audienzzimmer im Schloss Rastede unter dem Bild von Graf Anton Günther zu Oldenburg.

Zwei Schreibwerkstätten

Dörte Spiekermann, die Vorsitzende der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) in der Wesermarsch, freute sich über die gelungene Veranstaltung, bei der sich die Schreibwerkstatt ihrer Organisation mit ihren Arbeiten präsentieren konnte. Vor drei Jahren ist die erste Schreibwerkstatt gegründet worden, mittlerweile gibt es davon schon zwei. „Die Nachfrage nach der Schreibwerkstatt ist sehr gut. Sie ist zum festen Angebot der LEB geworden“, sagte Dörte Spiekermann.

Sie und Helga Bürster wiesen auf das Ende 2012 erschienene Buch „Wenden“ hin, das von der Schreibwerkstatt in Zusammenarbeit mit dem Autor Reinhard Rakow aus Berne entstanden ist, und an dem sich viele weitere Autoren aus der Region beteiligten. Helga Bürster bedankte sich bei ihren Schülerinnen. Bei den Arbeitstreffen schreiben sie einen ganzen Tag lang, und das erfordere eine hohe Konzentration.

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