NORDENHAM Vom Dasein einer Wanderbühne bis hin zu einer kulturellen Einrichtung mit einer eigenen, festen Spielstätte war es ein langer Weg. Zwar verfügt das Theater Fatale bereits seit dem 1. Januar 2006 über das neue Zuhause. Eine umfangreiche Sanierung war aber erforderlich, um den alten Güterschuppen für die Bedürfnisse herzurichten. Am 14. September möchte der Verein nun sein Theater an der Müllerstraße eröffnen.

Der Titel des neuen Stückes „Außer Kontrolle“, das am 20. September im Güterschuppen Premiere feiert, trifft in keiner Weise auf das mit Weitsicht und großem Engagement vorangetriebene Güterschuppen-Projekt zu. „Wir haben in den vergangenen sieben Jahren unsere Erfahrungen gesammelt, um zu wissen, wie unser Theater auszusehen und zu funktionieren hat“, sagt der Vorsitzende Wolfgang Heeren.

In der Tat: Nur noch das Äußere des Schuppens und das Glasdach erinnern an die alte Lagerhalle, in der sich zurzeit noch Material und Werkzeug türmen. Im Inneren hat sich vieles verändert – auch dank der wunderbaren Ideen der Künstlerin Sabine Lindemann, die für dekorative Elemente sorgt. Hinter den neu eingebauten und gut isolierten Rigipswänden verlaufen zahlreiche Leitungen. Ein Sanitär- sowie ein abgetrennter Eingangsbereich sind entstanden. Es gibt zahlreiche Wirtschaftsräume, einen großzügig gestalteten Thekenbereich sowie einen Vereinsraum als Refugium für die Mitglieder. Das Bühnenhaus und der 190 Quadratmeter große Zuschauerbereich mit 108 Plätzen im mehr als 500 Quadratmeter großen Güterschuppen sind indes das Herzstück des Theaters. Rund 3000 Arbeitsstunden hat der harte Kern von 30 Aktiven seit Januar 2007 schon geleistet. Bis zur Eröffnung werden noch 2000 Stunden hinzukommen.

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Das Theater Fatale brauchte ein Zuhause, darüber waren sich die Mitglieder einig. In vielen Sitzungen und Findungsrunden reifte seit 2002 das Konzept für die neue Spieltastätte an der Müllerstraße. „Es gab Momente, da haben wir nicht mehr an eine Realisierung der Pläne geglaubt“, erzählt der Vorsitzende. Wie bei so vielen Geschichten wendete sich auch hierbei das Blatt zum Guten.

Für die Koordination sind nach wie vor die Fatale-Mitglieder Frank Repert, Axel de Grave und eben Wolfgang Heeren zuständig. Das Team wird unterstützt vom Architekturbüro Schramm & Bolte. Ohne die vielen Helfer, seien es Mitglieder oder Menschen, die mit anfassen wollen, wäre das Projekt nicht zu stemmen. „Wir machen alles selbst“, sagt Wolfgang Heeren und betont, dass das Theater Fatale den Güterschuppen gemietet habe. Der Verein zehre von den Rücklagen, die in den vergangenen Jahren angesammelt wurden, um die dauerhafte Bleibe umzubauen.

Das Theater müsse sich jetzt erst an den Gedanken gewöhnen, nicht mehr umziehen zu müssen und an eine Lokalität gebunden zu sein, nimmt Wolfgang Heeren den Faden wieder auf. Wie bei einem Profi-Theater könnten die Fatalen die Dauer der Spielzeit und die Aufführungstermine selbst bestimmen, ohne auf andere Rücksicht nehmen zu müssen.

Am Sonntag haben die Proben für das neue Stück begonnen. Zwar müssen die neun Darsteller zwischen all den Farbtöpfen, Isoliermaterialien und Rigipsplatten immer wieder improvisieren. Das geordnete Chaos ist jedoch nur noch von kurzer Dauer – das Theater Fatale hat nämlich alles unter Kontrolle.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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