Brake Eine aus Frauen bestehende AC/DC-Coverband? Sicherlich mag es da im Vorfeld einige Zweifler gegeben haben. Doch wer am Samstagabend das Glück hatte, an der Braker Kaje die fünf Mädels von „Black Rosie“ miterleben zu dürfen, wurde schon nach dem ersten Song belehrt, dass Rock keineswegs nur Männersache ist. Da konnte auch ein kräftiger Regenschauer, der zuvor die Fans durchnässte, die Stimmung nicht vermiesen.

Ein ganzes Heer von Engagierten hatte die Veranstaltung, deren Erlös dem Centraltheater zufließen soll, auf die Beine gestellt. Die Round- und Oldtabler, der Lions-Club, die Rotarier oder die Damen von „Mimi-Leverkus“ waren daran beteiligt. „Wir wollen schließlich alle, dass das Centraltheater bald wieder aufmacht“, erklärte Sabine Hempel. 120 sich schichtweise abwechselnde Mitstreiter seien in die Organisation involviert. Die Mimi-Leverkus-Präsidentin begrüßte das gegenseitige Kennenlernen als weiteren Pluspunkt der Aktion. Bereits am Mittag des Vortages hätten die Aufbauarbeiten begonnen, und zur Bewachung wurde sogar auf der Bühne übernachtet, verriet sie.

Und bestens organisiert machte dann „Triple B“ den Auftakt des Open-Air-Konzerts. Das „Stagediving“ nach begeistert mitgeschmettertem „Bobby Mac Gee“ ließ Sängerin Janina angesichts der sich zunächst zaghaft der Bühne nähernden Fans dann aber doch lieber sein. Kaum waren einige Tanzfreudige zur Unterstützung mit Bernies „Rhythmus-Eiern“ zum Mitmachen dorthin gelockt, begann es zu tröpfeln und selbst schlammerprobte Wackenfans genossen bei dem dann niedergehenden Schauer erst einmal unter einem der Getränkewagendächer den engen Körperkontakt.

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Aber auch auf Regenwetter war man seitens des Organisationsteams mit eilig herbeigeschafften Plastikponchos eingestellt. Ausgepackt werden mussten die zum Glück nicht mehr. Nachdem Janina und ihre Jungs, die dem Publikum ordentlich eingeheizt und die Bühne wieder verlassen hatten, blieb es trocken und vor den Absperrungen wurde es richtig voll.

Die Show, die besonders Black-Rosie-Frontfrau Karo Blasek hinlegte, war einfach genial. Die fünf Regeln für Rockkonzerte musste die Sängerin den begeistert mitgehenden Wesermärschlern nicht erklären. Da wurden auf und vor der Bühne wild die Mähnen geschüttelt, getanzt und lautstark mitgesungen. Eine Überraschung für die Rockfans aller Altersgruppen gab es dann in der Zugabe: Hinter dem Sichtschutz neben der Bühne wurde zu „Hells Bells“ eine riesige Glocke emporgezogen.

„Toll, dass in Brake endlich mal wieder was los ist“, freute sich Mario aus Golzwarden. Bereits das dritte Black-Rosie-Konzert war es für Nicole, Jens, Tobias und ihre Freunde. Mittlerweile kenne man die trotz des Erfolges absolut nicht abgehobenen Bandmitglieder persönlich, berichteten die Moorriemer.

Ganz begeistert war auch Centraltheater-Chef Norbert „Ossi“ Ostendorf von dem gelungenen Abend mit mehr als 800 Gästen. Seinen kurzen Bühnenauftritt nutzte Ossi, besonders Jürgen Wienken für sein Engagement zu danken. Mit ihm hatte er Black Rosie auf dem Brokser Heiratsmarkt kennengelernt.


     www.nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
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