Brake Diese beiden Stunden am Sonntagnachmittag werden in die Geschichte der Braker Christuskirche eingehen: Die Braker Kantorei und die Cappella Vocale Westerstede unter der Leitung von Gebhard von Hirschhausen und Mareike Weuda sangen und musizierten zum des 50-jährigen Bestehen der Kirche. Sie führten die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach (1685-1750) auf. Instrumentalisten aus der Bremer Region unterstützten die Sänger.

Erstmals am Karfreitag 1724 in der Leipziger St. Nicolai-Kirche uraufgeführt, gilt die Johannes-Passion als eines der wichtigsten Werke in der Musikgeschichte – obwohl Bach mit den ersten Fassungen nie ganz zufrieden war und Arien und Chorsätze immer wieder neu bearbeitete und zu verbessern suchte.

Die Johannes-Passion war damals die ganz persönliche „Dauerbaustelle“ des großen Meisters. Auch deshalb scheute sich der größte Komponist der Barockzeit nicht, Teile des Matthäus-Evangeliums in die Johannes-Passion einzufügen. Beispiel: Mit dem weinenden Petrus, der sich nach der Verleugnung Christi seiner Schuld bewusst wird, setzte Bach ganz gezielt auf effektvolle Emotionen.

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Wie eine epische Berichterstattung mit dramatischen Handlungssträngen vertonte Bach den Bericht des Evangelisten Johannes: die Stationen vom Verrat des Judas, der Gefangennahme Christi, Verleugnung durch Petrus, vom Verhör des Kaiphas bis hin zu Kreuzigung, Tod und Grablegung.

Die tragende Rolle hat der Komponist in dieser Passionsmusik dem Chor zugedacht – ein Anspruch, den die Braker Kantorei und die Cappella Vocale Westerstede gemeinsam voller Stimmgewalt hervorragend meisterten.

Den musikalischen Glanz des monumentalen Bach-Werks verstärkten das Orchesterensemble und die Solisten Jörg Heinemann (Tenor/Rezitative), Marcus Riedel (Bass), Elisabeth von Hirschhausen (Sopran) und Julia Hagemann (Alt). Nach dem Schlussakkord gab es großen und dankbaren Applaus des Publikums für eine Passionsaufführung voller Dramatik und musikalischer Poesie.

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