BRAKE Die besten Geschichten schreibt das Leben. Journalistin und Autorin Rose Gerdts kann das aus eigener Erfahrung bestätigen, denn als Gerichtsreporterin in Bremen erlebe sie wöchentlich Geschichten, „die man nicht erfinden kann“.

Vor einigen Jahren kam bei ihr der Wunsch auf, diese in einen Roman zu packen. „Ehrenhüter“, aus dem sie am Montagabend im Braker Amtsgericht auf Einladung von Eleonore und Reiner Gollenstede las, ist bereits ihr drittes Buch.

Zugrunde liegt ein wahrer Mordfall an einer jungen Kurdin aus dem Jahr 1999. Gerdts habe selber monatelang in dieser Sache recherchiert und lasse ihre Bücher stets von Fachleuten wie Staatsanwälten gegenlesen. Einige Szenen und Personen orientieren sich an realen Begebenheiten, der Roman ist aber rein fiktiv.

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Glaubhaft beschrieben

Darin geht es um die junge Türkin Nilgün, die ihre Beziehung zu ihrem deutschen Freund vor den Eltern geheim hält. Eines Tages ist die 16-Jährige spurlos verschwunden, ihre Leiche wird kurz darauf entdeckt. Ungewöhnlich: An jener Fundstelle wurde zehn Jahre zuvor schon einmal ein kurdisches Mädchen tot aufgefunden. Das Bremer Ermittlerduo um Frank Steenhoff und die iranisch-deutsche Kommissarin Navideh Petersen steht vor einem Rätsel. Und die beiden Polizisten ahnen nicht, dass ein weiteres Menschenleben in Gefahr ist.

Rose Gerdts nahm das Publikum zunächst mit in das Zimmer des Opfers, das sie sich mit ihrer vertrauten, 14-jährigen Schwester Saliha teilt. Die Autorin schilderte die Schläge des traditionell eingestellten Vaters, die er seiner jüngsten Tochter verpasste, so authentisch, dass der Zuhörer den Schmerz beinahe selbst spüren konnte.

Spezial: Weitere Berichte zur Literatur im Nordwesten Begeistertes Publikum In einem anderen Auszug spielte sich das Geschehen im Polizeipräsidium ab. Die Ermittler verhörten einen Mitschüler, und dessen hysterisch aufgebrachte Mutter raubte auch dem Publikum den letzten Nerv. „Es ist mein erstes Buch von Rose Gerdts, ich werde mir aber auch die anderen kaufen“, war sich Sabine Hohn schon zur Pause sicher. „Ich möchte Sie für ihren neuen Roman buchen“, sprach Eleonore Gollenstede allen Zuhörern abschließend aus der Seele. „Schattenschmerz“ erscheint am 1. Dezember.

Lars Herrmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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