Waddens Die Umwandlung der einzigen Kneipe im Dorf in ein Bordell dürfte wohl in jedem betroffenen Ort für Unruhe sorgen. Um dieses Thema geht es auch in der Waddenser Gaststätte De Butjenter, die davon aber nicht betroffen ist. Vielmehr ist sie der Spielort der Theatergruppe Waddens, deren Neuinszenierung „De Titanic dürt nich unnergahn“ die „anrüchige Geschäftsumwandlung“ zum Thema hat. Die Premiere findet am 6. Februar statt.

Das Ehepaar Hermann und Elvira Finkenstädt (dargestellt von Hans-Otto Neckritz und Heike Antons) steht vor einer schweren Entscheidung. Ihre Gaststätte „Titanic“ – seit über 150 Jahren in Familienbesitz – hat die Türen geschlossen und soll verkauft werden, weil Hermann aufgrund seiner Spielschulden keine andere Möglichkeit sieht.

Schließlich kauft Gastwirt Josef Schaffernicht (Harald Düser) aus München die Gaststube. Doch was keiner ahnen konnte – nach einer kleinen Renovierung macht er aus der urigen Kneipe ein Bordell – und das Tür an Tür mit Hermann und Elvira sowie Oma Rosalinde („Rosa“) Finkenstädt (Ulla Schneider).

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Als Dorf-Pfarrer Tobias Nackenhorst (Monica Hattermann) unwissend mit einer „leichten Dame“ redet, ist der Skandal perfekt. Elvira reicht sofort die Scheidung ein, als sie erfährt, an wen Hermann das Lokal verkauft hat und was dieser daraus gemacht hat.

Schon ist Frauenbeauftragte Gabriele Sander (Elke Böker) vor Ort. Sie will dem wilden Treiben ein Ende setzen und plant sofort eine Demo gegen das Schandlokal. Mit der Unterstützung von Enkel Jan (Olaf Keiser) greift Oma Rosa in das Chaos ein.

In weiteren Rollen wirken Ulrike Hinrichs als Tina „Tamara“ Venske, Rita Sangkuhl als Angela „Angie“ Cording und Rolf Müller als Wilfried Spekker in dem plattdeutschen Dreiakter aus der Feder von Helmut Schmidt mit.

Obwohl auch die Proben erst begonnen haben, sind jetzt schon Eintrittskarten für die Premiere am 6. Februar sowie für die Aufführungen am 8., 13., 15., 20. und 22. Februar in der Gaststätte De Butjenter (Telefon   04733/1634) erhältlich. Die Theatergruppe Waddens hofft auf den Nikolaus- und Weihnachtsmann-Effekt beim Kartenvorverkauf.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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