NORDENHAM Eine Ausstellung mit zahlreichen Werken aus dem Fundus des Kunstvereins Nordenham ist am Freitag in den Räumen des Amtsgerichts eröffnet worden. Rund 50 Arbeiten von 20 Malern und Grafikern schmücken die Wände im ersten Stock des Gebäudes.

Fundus lagert im Keller

Die Ausstellung eröffnete die Amtsgerichtsdirektorin Dr. Claudia Nolte-Schwarting. Sie war es auch, die den Kunstverein zu dieser Werkschau anregte. Denn die engagierten Kunstfreunde um die Vorsitzende Gesine Lohse waren schon lange auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten, um eine Auswahl der Schätze zeigen zu können. Rund 200 Arbeiten von Künstlern, die in den zurückliegenden 37 Jahren in Nordenham ausstellten, befinden sich im Fundus und lagern wohl behütet im Keller des Alten Rathauses.

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Die eigenen Bestände hat der Kunstverein nach den Worten von Gesine Lohse in den zurückliegenden Monaten gründlich sortiert. Zahlreiche Schätze seien dabei zu Tage gefördert worden. Ergänzt wird die sehenswerte Werkschau um Aquarelle der 88-jährigen Künstlerin Annemarie Rein, die dem Kunstverein ihren gesamten Nachlass vermacht hat (die NWZ berichtete). Ihr soll laut Gesine Lohse noch in diesem Jahr eine Einzelausstellung gewidmet werden. Das habe sie der Malerin versprochen, merkte die Vorsitzende an.

Die Ausstellung haben Ute Schäfer und Dr. Peter Klan zusammengestellt. „Einige Künstler waren jedoch nicht mehr zu identifizieren“, sagte Peter Klan bei der Eröffnung. „Unklare Dinge mussten wir hinnehmen“, betonte er. Die stärksten Motive habe das Team ausgesucht.

Die Ausstellung ist etwas Besonderes. Zeigt sie doch ausschließlich Malerei und Grafik, die Ende das 20. Jahrhunderts entstanden ist Kaum eine Epoche hatte so viele künstlerische Bewegungen ausgelöst. Und so ist es ein Verdienst des Kunstvereins, die auseinander gehenden Erscheinungsformen der zeitgenössischen Kunst archiviert zu haben.

Namhafte Künstler

Den Grundstock hatten die Gründungsmitglieder des Kunstvereins Hinrich und Gisela Bartels 1972 gelegt. Sie baten die Künstler, die in Nordenham erfolgreich ausgestellt hatten, doch ein oder zwei Werke zu hinterlassen. So entstand im Laufe der Jahre eine beachtliche Sammlung mit Arbeiten von so namhaften Künstlern wie Johannes Eidt, Bernd Wagenfeld, Jens Rusch, Anselmo Rietz, Elisabeth Axmann, Kurt Zeh und Alexander Dettmar.

Zwei Künstler ragen für Peter Klan besonders heraus: Georg Hadeler, ehemaliger Kunstprofessor in Den Haag, sowie A. Paul Weber. Weber sei ein kritischer und satirischer Graphiker, merkte Peter Klan an. Das ausgestellte Werk zeigt einen SA-Mann mit Hakenkreuzbinde, der auf einem Berg voller Geldsäcken sitzt. Es hat bereits für kritische Stimmen gesorgt.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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