Burhave Eine neue gastronomische Ära soll an diesem Donnerstag mit der Eröffnung des Loungehouses im Nordseebad Burhave starten. In den Räumen des ehemaligen Restaurants Zur Kogge haben die neuen Pächter Paul und Sabine Turrell eine Mischung aus Kunst- und Kultur-Cafe sowie aus Dorfkneipe und Cocktailbar geschaffen. Für den Künstler und die Sozialpädagogin beginnt als Gastronomen ein neuer Lebensabschnitt.

Der 51-jährige Paul Turrell stammt aus Ilford in der Nähe von London. Er lebt seit 1988 in der Wesermarsch und wohnt seit 1998 mit seiner Frau Sabine in Burhave. Der Kunst- und Dekorationsmaler sowie Möbelrestaurator und „Upcycling“-Künstler (künstlerische Aufwertung alter Möbelstücke) betreibt seit 2002 auf einem ehemaligen Bauernhof am Kamper Weg in Iggewarden sein Atelier und seine Galerie Pigsty Production. „Zu weit weg von der möglichen Kundschaft“, so die Erkenntnis von Paul Turrell.

Auch Ehefrau Sabine, selbstständige Betreiberin der Jugendhilfeeinrichtung Haus Northface in Burhave mit drei Betreuungsplätzen, sah die Zeit für eine Veränderung gekommen. „25 Jahre Tätigkeit in der Jugendhilfe sind genug“, so die Sozialpädagogin. Sie wird ihre bisherige Tätigkeit im Laufe des Jahres ausklingen lassen.

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Weil sie sich in Butjadingen wohl fühlen, sahen sich Sabine und Paul Turrell nach einer neuen „Bleibe“ auch für die Galerie um, möglichst in Deichnähe und damit in belebteren Bereichen. Weil sie nichts Passendes fanden, spielten sie bereits mit den Gedanken, Butjadingen zu verlassen, möglicherweise auch auszuwandern.

Davon berichtete Paul Turrell beim Badminton in der TSG Burhave seinem Mitspieler Karl-Hermann Wobschall. Der Eigentümer des Gebäudes an der Einmündung der Burhaver Strandallee in die Butjadinger Straße bot Turrell die Räume des ehemaligen Restaurants Zur Kogge zur Pacht an. Dessen Betreiber Gunda und Lothar Schulz sind am 5. Januar nach 38-jähriger Tätigkeit in dem Haus in der Ruhestand getreten.

Bei der Festlegung des Konzepts für ihr Loungehouse haben sich Sabine und Paul Turrell an ihre eigenen und an die Bedürfnisse ihrer Freunde orientiert. Sie wollen einen Treffpunkt schaffen, wo man in ruhiger und ungezwungener Atmosphäre bei einem Kaffee, Bier oder Cocktail verweilen kann. Die Kunst- und Kultur-Cafés waren in den 80er-Jahren solch ein beliebter Treffpunkt.

Im Gebäude hat sich einiges verändert. Die Küche, die neben Frühstück sowie Kaffee und Kuchen eine kleine Karte bieten wird, wurde in den bisherigen Thekenbereich verlegt. Letzterer wanderte in die bisherige Küche, womit sich die Theke gleich am Eingang des Loungehouses befindet. Der vorherige Restaurantbereich dient als Frühstücksraum.

Der Versammlungsraum wurde zum Loungebereich mit Cocktailsesseln und Nierentischen aus den 50er-Jahren sowie zum Kunst- und Kultur-Café umgestaltet. Diesen Bereich will Paul Turrell auch als Galerie, zunächst für seine eigenen Bilder nutzen. Dieser Raum steht aber auch anderen Künstlern für Ausstellungen zur Verfügung. Zudem sollen dort kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Lesungen stattfinden.

Der heutigen Start um 18 Uhr mit einem Sekt- und Bierempfang ist der Auftakt zu einem Warm-Up-Wochenende bis einschließlich Sonntag. Nach dem Testlauf wollen Sabine und Paul Turrell über erforderliche Veränderungen nachdenken, ehe dann am 26. Juni der reguläre Betrieb beginnt.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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