Nordenham /Weimar In Schwarzbier geschwenkte Rostbrätl mit Knödeln und Rotkohl, Hüllerchen im Salatbett, Krustenbraten mit Bratkartoffeln und Sauerkraut, Zwiebelsuppe mit Speck oder auch ganz einfach nur die legendäre Thüringer im Brötchen mit einem Streifen Bautzner Senf. An jeder Ecke Weimars gab’s lecker-deftige Hausmannskost.

Schier unmöglich

Es war schier unmöglich für die 29 Nordenhamer Goethe-Freunde, jeder Verlockung zu folgen, als sie, ebenso gebannt wie begeistert, in Weimar den Spuren des berühmten Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe folgten. Schier unmöglich allerdings auch für sie, alle wichtigen Orte aufzusuchen, jedem Fingerzeig auf prägende Momente deutscher Kulturgeschichte nachzugehen. Ob Schillers Haus oder das von Liszt, ob Jacobsfriedhof oder Stadtkirche St. Peter und Paul und Hotel Elefant, Wittumspalais, Bauhaus-Museum, Deutsches Nationaltheater oder eine der vielen Kleinkunstbühnen – einfach zu viel, was diese kleine, alte Stadt mit ihrem holprigen Kopfsteinpflaster und den unendlich vielen speziellen Lädchen an Schätzen birgt.

Der Vorstand der Nordenhamer Goethe-Gesellschaft um Burkhard Leimbach, Stefan Tönjes, Sandra Kaufhold-Scharrer und Cristian Müller hatte gut daran getan, für die vier Tage ein Programm zu stricken, das neben dem gemeinsamen Erleben auch sehr viel Zeit zum eigenen Entdecken ließ. Untergebracht in einem Hotel direkt Am Frauenplan, wohnten die Nordenhamer Goetheaner im Herzen der rührig-regen Gelassenheit dieser Kulturhauptstadt Europas, die sowohl geschichtlich als auch politisch alle Facetten deutscher Vergangenheit ausgeprägt miterlebte.

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Zum Auftakt der diesjährigen Exkursion empfingen der Präsident der Goethe-Gesellschaft in Weimar, der Muttergesellschaft aller nationalen und internationalen Ortsvereinigungen, Dr. Jochen Golz, und seine rechte Hand, die Geschäftsführerin Dr. Petra Oberhauser, die 29 Nordenhamer Goetheaner zu einem Sektempfang in den Räumen der Weimarer Klassik im Stadtschloss. Dabei ließ er natürlich nicht unerwähnt, wie sehr er ihre vielseitigen Aktivitäten „an einem unserer nördlichsten Außenposten“ schätze.

Bekannterweise ist die Nordenhamer Ortsvereinigung die zweitgrößte in Deutschland, und sie füllt ihr Programm anders als andere Ortsvereinigungen nicht nur mit Themen aus der Goethe-Forschung, sondern widmet sich allen literarischen Strömungen und wissenschaftlichen Entwicklungen ebenso wie der klassischen Musik und dem Theater. Dr. Jochen Golz weiß wovon er spricht, schließlich war er dabei, als die Nordenhamer Kulturvereinigung Gastgeber für die Vertreter aller deutschen Ortsvereinigungen anlässlich der Vorort-Tagung im Jahr 2003 war. Im kommenden Jahr wird er erneut an die Unterweser kommen und in einem Vortrag die Geschichte der 1885 gegründeten Goethe-Gesellschaft nachzeichnen.

Daumen hoch

Als weitere Stationen standen im offiziellen Reiseprogramm der Nordenhamer eine Führung durch Goethes Wohnhaus, durchs Goethe-Nationalmuseum und ein Stadtrundgang auf dem Plan. „Für Naturen wie die meine ist eine Reise unschätzbar. Sie belebt, berichtigt, belehrt und bildet,“ hatte Johann Wolfgang von Goethe einmal geschrieben. Die Nordenhamer Goetheaner konnten hier nur den Gefällt-mir-Daumen heben: Sie hatten trotz schmuddeligen Nieselwetters vier erlebnisreiche Tage.

Bei der Fahrt über den Ettersberg erlebten sie sogar den ersten Schnee. Als Burkhard Leimbach am ersten Abend überdies die Gelegenheit nutzte und den Vorstand für eine kurze Vorstandssitzung zur Seite nahm, war Stefan Tönjes sofort begeistert: „Die erste Vorstandssitzung der Nordenhamer Goethe-Gesellschaft in Weimar seit Vereinsgründung. Toll!“

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