Neuenbrok Auf die Spuren der Entstehung der ehemaligen Linebroker Kirche und der Burg, ihrer vielfältigen Geschichte und der ehemaligen Häuptlinge der Hayo-/Heye-Dynastie begaben sich 18 geschichtliche Interessierte sowie ehemalige Neuenbroker.

Eingeladen worden waren sie zu dieser Exkursion von Traute und Hans-Hermann Hayen aus Wahnbek. Mit dem Fahrrad ging es zunächst durchs Ipwegermoor nach Neuenbrok zu Monika und Enno Hayen.

Die Söhne des ehemaligen Hauptlehrers Johann Meins, Hartmut und Manfred Meins, erwähnten, dass früher ihr Vater viele Schulklassen zum „Olen Warf“ geführt hatte, um den Schülern die alte Geschichte näher zu bringen. Albert Stühmer, dessen Vater und Großvater in Neuenbrok jahrzehntelang eine Zimmerei betrieben, wunderte sich über die vielen Veränderungen im Ort. Er konnte sich erinnern, dass der Granittaufstein in der Neuenbroker Kirche aus der Linebroker Kirche stammen sollte. Ewald Gierke aus Oldenbrok, Autor des Buches „Linebrok – Leben im Weserdelta“, zitierte aus seinem Buch. Er hat sich ausgiebig mit der „Heyeschen Chronik“ befasst. Ausgrabungen von George Heye aus Lienen um 1896 belegen eindeutig die Existenz von Burg und Kirche. Eindrucksvoll hat er auch die Linien aller Häuptlinge der Hayo/Heye-Dynastie recherchiert.

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Die Tour wurde dann mit einer Exkursion auf alten Wegen wie Kirchwegs Hull weiter zur ehemaligen Kirche fortgesetzt. Die letzten 100 Meter zur alten Warf mussten zu Fuß über eine Rinderweide zurückgelegt werden. In früheren Zeiten musste das einige Strapazen bedeutet haben, um hier zum Gottesdienst zu gelangen, hieß es. 3,5 Kilometer mit dem Pferdefuhrwerk oder gar zu Fuß mussten auf unbefestigten Wegen bei Wind und Wetter zurückgelegt werden.

Heute gehört der Landstrich Ilse Blohm aus Oldenburg. Sie ließ es sich nicht nehmen, nach langer Zeit wieder einmal einen Blick über ihre Ländereien zu werfen. Hier auf der Wurt zu stehen, wo vor 551 Jahren das Gemetzel und die Schleifung stattfand, sei schon ein bewegender Moment, resümierte sie. Verpachtet hat sie die Ländereien an Ingrid und Jürgen Töllner, die an dem Kirchweg einen landwirtschaftlichen Hof besitzen, den jetzt ihr Sohn bewirtschaftet. Diese unscheinbare Wurt ist jetzt von einem Entwässerungsgraben durchzogen. Früher fand man noch Backsteinreste und Scherben am Grabenufer.

Nach diesem Abstecher machte sich die Gruppe auf zum alten Feldhaus mit der daneben stehenden Viehwaage. Vieh wird hier kaum noch gewogen, dafür hat nebenan Jürgen Töllner einen Gesellschaftsraum geschaffen. Töllner, der mit der Gegend und der Geschichte bestens vertraut ist, hielt einen kleinen Vortrag über die Entwicklung in diesem Gebiet.

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