Nordenham Rolf Wilkens ist im richtigen Leben ein netter Kerl. Wenn er als Elwood P. Dowd auf der Bühne des Güterschuppens steht, dann ist er noch netter. Dann ist er von so entwaffnender Freundlichkeit, dass seine Mitmenschen verstört mit dem Kopf schütteln. Bald wundert sich niemand mehr, wenn er die Dame, die ihm am Telefon ein Zeitschriften-Abo andrehen will, zum Kaffee einlädt. Nur eines geht Schwester Veta Louise und ihrer Tochter Myrtle Mae mächtig auf den Senkel. Elwood hat einen Freund. Niemand kann ihn sehen, außer Elwood selbst. Es handelt sich um einen weißen Hasen namens Harvey. Er ist 2,05 Meter groß.

Ausverkauft

„Mein Freund Harvey“ – so heißt die Komödie, mit der das Theater Fatale am Donnerstagabend Premiere feiert. Die Vorstellung ist ausverkauft – wie immer, wenn die Fatalen ein neues Stück auf die Bühne bringen. Und die 112 Besucher fühlen sich bestens unterhalten. Sie sehen ein kurzweiliges Stück, in dem sich Pointen und anrührende Momente die Waage halten, das mit gelegentlichen Exkursen gespickt ist, die fast schon philosophisch daherkommen. Und das immer wieder zum Nachdenken anregt: Wer gehört hier eigentlich in die Zwangsjacke? Ist es tatsächlich Elwood, der gutgläubige Gentlemen, der sich in naiver Glückseligkeit durchs Leben lächelt. Oder sind es doch die „Normalen“? Sind es die klunkerbehangenen, parfümierten Damen der High Society? Sind es die Seelenklempner, die mit Elektroschocks und Medikamenten ihren Patienten die Macken austreiben wollen.

Wie auch immer. Veta will ihren Bruder ins Sanatorium einweisen. Durch ein Missverständnis wird sie aber selbst in der Klinik untergebracht. Dass diese von einer Psychodoktor-Koryphäe namens Dr. William Chumley geleitet wird, ist für die Frau ein schwacher Trost.

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Allgegenwärtig, wenn auch nicht sichtbar, in diesem Tohuwabohu ist Harvey. Und das liegt in erster Linie an Rolf Wilkens, der seine Rolle so überzeugend und mit so viel Spielfreude ausfüllt, dass das Publikum aus dem Häuschen ist. Den Bart hat er sich extra für die Rolle abrasiert. Er trägt Hut und Krawatte, hat meistens Möhrchen dabei für seinen unsichtbaren Kumpel. Er wirkt wie aus der Zeit gefallen mit seinen guten Manieren, seinem friedfertigen Wesen. Selbst für den Pfleger Marvin – ein Kerl wie ein Baum und ein glühender Verfechter der Zwangsjacken-Therapie - hat er noch nette Worte übrig.

Dickes Lob

Auch René Maréchal setzt in der Rolle des hochnäsigen Seelenklempners schauspielerische Glanzpunkte. Ein dickes Lob hat aber das ganze Ensemble verdient. Und natürlich Regisseur Ulf Goerges, der zum achten Mal ein Stück für Fatale inszeniert. Für Aha-Effekte sorgte die Drehbühne, die zum zweiten Mal in der Fatale-Geschichte zum Einsatz kommt. Auf der einen Seite die gute Stube von Elwood und seiner Schwester, auf der anderen Seite der Wartesaal des Sanatoriums.

Das Publikum hat allen Grund, das gesamte Fatale-Team mit Beifall zu belohnen. Und den genießen die Darsteller und die Mannschaft hinter der Bühne nach der knapp anderhalbstündigen Aufführung in vollen Zügen.

Susanne Seedorf und René Maréchal in „Mein Freund Harvey“ BILD: Jens Milde
Susanne Seedorf und René Maréchal in „Mein Freund Harvey“ BILD: Jens Milde

Tickets bei NMT

Die Darsteller in der Komödie: Rolf Wilkens (Elwood P. Dowd), Susanne Seedorf (Veta Louise Simmons), Marlien Meyer (Myrtle Mae), Frank Meyer (George Gaffney), René Maréchal (Dr. William R. Chumley), Petra Meyer (Betty Chumley), Johannes Feldhusen (Dr. Lyman Sanderson), Christine Meerle Pape (Ruth Kelly), Helge Schellstede (Marvin Wilson), Inge Hoppe (Mrs. Edith Chauvenet), Hans-Gerd Hansing (E. J. Lofgreen), Lea Meyer (Marie).

Hinter den Kulissen: Regie: Ulf Goerges, Regieassistenz: Uschi Wilkens, Kostüme: Rita Lüddecke, Souffleusen: Sabine Müller, Birgit Blomenkamp, Frisuren: Vera Heinrich, Technik: Wilfried Derra, Olaf de Grave, Requisite: Marlies Strauch, Renate Repert, Bühnenbau und Bühnenbild: Frank Repert, Reinhard Koopmann, Manfred Janßen

Zehnmal wird das Stück im Güterschuppen an der Müllerstraße aufgeführt. Abendvorstellungen (Beginn: 20 Uhr) sind am Donnerstag, 12. November, Sonnabend, 14. November, Donnerstag, 19. November, Freitag, 20. November, Sonnabend, 21. November, Donnerstag, 26. November, Freitag, 27. November, und Freitag, 4. Dezember. An den Sonntagen, 15. und 22. November, beginnen die Vorführungen bereits um 17 Uhr.

Tickets für die Aufführungen gibt es im Vorverkauf in der Geschäftsstelle von Nordenham Marketing & Touristik am Marktplatz.

Die Darsteller in der Komödie: Rolf Wilkens (Elwood P. Dowd), Susanne Seedorf (Veta Louise Simmons), Marlien Meyer (Myrtle Mae), Frank Meyer (George Gaffney), René Maréchal (Dr. William R. Chumley), Petra Meyer (Betty Chumley), Johannes Feldhusen (Dr. Lyman Sanderson), Christine Meerle Pape (Ruth Kelly), Helge Schellstede (Marvin Wilson), Inge Hoppe (Mrs. Edith Chauvenet), Hans-Gerd Hansing (E. J. Lofgreen), Lea Meyer (Marie).

Hinter den Kulissen: Regie: Ulf Goerges, Regieassistenz: Uschi Wilkens, Kostüme: Rita Lüddecke, Souffleusen: Sabine Müller, Birgit Blomenkamp, Frisuren: Vera Heinrich, Technik: Wilfried Derra, Olaf de Grave, Requisite: Marlies Strauch, Renate Repert, Bühnenbau und Bühnenbild: Frank Repert, Reinhard Koopmann, Manfred Janßen

Zehnmal wird das Stück im Güterschuppen an der Müllerstraße aufgeführt. Abendvorstellungen (Beginn: 20 Uhr) sind am Donnerstag, 12. November, Sonnabend, 14. November, Donnerstag, 19. November, Freitag, 20. November, Sonnabend, 21. November, Donnerstag, 26. November, Freitag, 27. November, und Freitag, 4. Dezember. An den Sonntagen, 15. und 22. November, beginnen die Vorführungen bereits um 17 Uhr.

Tickets für die Aufführungen gibt es im Vorverkauf in der Geschäftsstelle von Nordenham Marketing & Touristik am Marktplatz.

Die Darsteller: Rolf Wilkens (Elwood P. Dowd), Susanne Seedorf (Veta Louise Simmons), Marlien Meyer (Myrtle Mae), Frank Meyer (George Gaffney), René Maréchal (Dr. William R. Chumley), Petra Meyer (Betty Chumley), Johannes Feldhusen (Dr. Lyman Sanderson), Christine Meerle Pape (Ruth Kelly), Helge Schellstede (Marvin Wilson), Inge Hoppe (Mrs. Edith Chauvenet), Hans-Gerd Hansing (E. J. Lofgreen), Lea Meyer (Marie).

Noch neunmal wird das Stück im Güterschuppen an der Müllerstraße aufgeführt. Abendvorstellungen (Beginn: 20 Uhr) sind am 12., 14., 19., 20., 21., 26. und 27. November sowie am 4. Dezember. Am 15. und 22. November, beginnen die Vorführungen bereits um 17 Uhr.

Tickets gibt es im Vorverkauf in der NMT-Geschäftsstelle am Marktplatz.


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Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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