Tossens In der ersten Reihe stehen und seine Lieblingsband ganz nah erleben. Das dürfte bei den großen Festivals schwierig werden. Nicht so bei „Andy ist auf einem Tennisturnier“ am vergangenen Wochenende in Tossens. Die Veranstalter setzen nach wie vor auf des Prinzip Klasse statt Masse.

„Dennoch konnten wir in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord verzeichnen“, freut sich der Mitorganisator Wladimir Müller. Knapp 600 Tickets wurden für die 3. offizielle beziehungsweise 4. inoffizielle Auflage des Festivals mit dem ungewöhnlichen Namen verkauft.

„Am Freitag sind dann noch einmal 20 bis 30 Leute gekommen, die sich ein Wochenendticket geholt haben“, erzählt Philipp Grzybowski. Er und seine Kollegen vom Veranstaltungsteam wollen auch in Zukunft die Preise für Abendkasse und Camping stabil halten.

Alles begann mit einer privaten Gartenparty auf dem Bauernhof in Tossens. Namensgeber und Inspiration war eine Textzeile aus dem Lied der Band Deichkind „Remmidemmi“. Andy ist der Vater einer der Organisatoren. Und so war der ungewöhnliche Name aus der Taufe gehoben.

„Kaum einer weiß, dass Andy eigentlich bei jedem Festival dabei ist statt auf besagtem Tennisturnier“, verrät Philipp Grzybowski. „Er hilft mit, wo er kann, ob beim Ausschank oder Einlass“, ergänzt Wladimir Müller.

Viel zu tun und vorzubereiten gab es auch in diesem Jahr wieder für das Organisationsteam. Bis zuletzt waren die Veranstalter sowie ihre Helfer damit beschäftigt, das Gelände trockenzulegen, Gräben auszuheben und Wasser abzupumpen. Dafür wurden die Besucher mit strahlendem Sonnenschein und feinster Musik der unterschiedlichsten Richtungen belohnt.

Ein Höhepunkt war sicherlich der Auftritt der Band Knallfrosch Elektro. Aber auch die Punk-Band Kmpsprt aus Köln sorgte für ordentlich Stimmung. „Uns ist auch wichtig, dass lokale Bands auftreten“, sagt Wladimir Müller, und so sind auch Mianus und Not my Art dabei, die Platz 1 und 2 beim diesjährigen Bandcontest belegten.

Neben der Musik kam auch die sportlichen Aktivität in diesem Jahr nicht zu kurz. „Wir haben zum ersten Mal ein Volleyballfeld aufgebaut, das sehr gut angenommen wurde“, sagten die Organisatoren. Außerdem stand am Sonnabend auch wieder ein Flunkyball-Turnier auf dem Programm. 16 Mannschaften nahmen an dem beliebten Festivalspiel teil – letztlich entschieden die Favoriten „Die Bärenbande“ aus Nordenham das Turnier für sich.

Das Organisatoren sind mehr als zufrieden mit den friedlichen Ablauf ohne Zwischenfälle. Nachdem der letzte Ton am späten Sonnabendabend – oder besser am am frühen Sonntagmorgen – verklungen war, beginnen auch schon die Vorbereitungen für das nächste Jahr, denn nach dem Festival ist bekanntlich vor dem Festival.


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