Rüdershausen Mit großer Liebe zum Detail hat der Bürgerverein Rüdershausen das Birkenfest ausgerichtet. Schon die Zufahrt von der Siedlerstraße war mit selbstgebundenen Girlanden schön geschmückt, das Festgelände bestens hergerichtet. Beeindruckt vom großen Engagement der Vereinsmitglieder zeigten sich alle Gäste .

Unter den Birken waren die Tische und Bänke schnell besetzt. Die Besucher legten eine Kaffeepause ein und ließen sich den warmen Butterkuchen und Stuten aus dem Backsteinofen munden. Für die richtige Befeuerung sorgte Rainer Nünnemann. Frisch aus der Pfanne reichte Irmtraud Niehus Buchweizenpfannkuchen. Pellkartoffeln mit Matjes sowie Bratwurst vervollständigten das kulinarische Angebot.

Auf dem Birkenfest wird traditionell Handwerkskunst aus Großvaters Zeiten mit urigen Werkzeugen, die oft nur noch von wenigen Fachleuten beherrscht wird geboten.

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Die umfangreiche Moderation zu den verschiedenen Ständen übernahm der 1. Vorsitzender des Bürgervereins, Carsten Meiners. Karl Müller zeigte das Besenbinden, sein Sohn Uwe hobelte an der Drechselbank passend dazu den Besenstiel.

Besenstiel gedrechselt

Auch das Dach der alten Torfgräberhütte auf dem Platz wurde neu eingedeckt. Für das Birkenfest-Motto „Rund um den Kohl“ hatten die Vereinsmitglieder im Frühjahr neben dem Birkenplatz verschiedene Kohlsorten angepflanzt, die jetzt geerntet wurden. Die Verarbeitung vom Kohlkopf bis zum Stampfen im großen Steinkrog zeigten unter anderem Antje Kuck und Inge Müller.

Den mühsamen Waschgang aus alten Zeiten konnte man bei Irmgard und Fritz Pustlauk nachvollziehen. Die alte Kunst des Spinnens demonstrierten Erna Timpe, Irmgard Jensen und Traute Meyer vom Spinnkreis Seefeld an den Spinnrädern.

Die Kinder vergnügten sich in der Hüpfburg, an der Boßelbahn und beim Torwandschießen auf Waschmaschinen.

Beim Filzen war Kreativität gefragt. Neu aufgenommen im Programm wurde das Pulling mit Rasenmähertraktoren. Dazu musste ein geeigneter Bremswagen für die Kleinsttraktoren her, die Tüftler Ralf Decker mit Karl-Heinz Grotheer, Nils Kube und Sven Hartmann, entwickelt hatte, die NWZ  berichtete. Der Bremswagen für Gartenschlepper, ist bis 1200 Kilogramm belastbar und musste über eine Strecke von 35 Metern gezogen werden. Fünf Fahrer stellten sich der Aufgabe.

Bremswagen entwickelt

Der 2. Tag des Birkenfestes begann mit einem Zeltgottesdienst, den Pastor Bernd Eichert leitete. Anschließend spielten zum Frühschoppen die Jaderberger „Harmonikas“ auf.

Am Montag zog der Vorsitzende Carsten Meiners eine positive Bilanz. Auch die Versteigerung von altertümlichen Dingen, die Uwe Kuck geschickt unter den Hammer brachte, sei gut angenommen worden. Den Programmpunkt Rasentraktor-Pulling wertete Meiners als Erfolg. „Das wollen wir beim nächsten Mal ausbauen.“

Meiners versprach als Dank für die vielen aktiven Vereinsmitglieder ein deftiges Grünkohlessen nach dem ersten Frost.

Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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