Warfleth /Vértessomló Schon drei Jahre bevor Ungarn 2004 der EU beitrat wurden zwischen Vértessomló und Berne erste freundschaftliche Kontakte geknüpft. Im Jahr 2001 besiegelten beide Gemeinden diese Freundschaft mit einer offiziellen Partnerschaft. Seitdem wird regelmäßig der Kontakt mit dem rund 1150 Kilometer entfernten Ort gepflegt. Besonders zur Warflether Feuerwehr gibt es eine enge Verbindung.

Einladung angenommen

Beim Jubiläum der Warflether Jugendfeuerwehr vor zwei Jahren, bei dem eine Abordnung der ungarischen Feuerwehr gratulierte, sprachen die Gäste die Einladung zum Gegenbesuch aus. Diese wurde nun in den Sommerferien von den Warflethern angenommen.

Mit zwei Bullis, drei großen Zelten, der kompletten Küchenausrüstung und insgesamt 14 Personen machten sich Mitglieder der Warflether Jugendfeuerwehr und ihre Betreuer am 24. Juli auf den Weg in die Partnergemeinde mit ihren knapp 3000 Einwohnern. 16 Stunden dauerte die Fahrt.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Am Ortsschild wurden die Reisenden bereits von einem Auto der Gastgeber erwartet, das sie zum Zeltplatz lotste. Kaum waren die Zelte aufgebaut, mussten sie auch schon ihre Standfestigkeit beweisen. Ein heftiges Gewitter mit sintflutartigem Regen und Sturmböen sorgte für Aufregung, nasse Füße und dafür, dass alle Ameisen und Fliegen weggespült wurden. Statt wie geplant an diesem Abend zum Dorffest zu gehen, fielen alle müde auf die Feldbetten.

Am nächsten Tag stand vor der offiziellen Begrüßung durch den Feuerwehr-Fördervereinsvorsitzenden Lálzó Schäffer und Bürgermeister Istevan Igó ein Besuch bei der Berufsfeuerwehr in Tatabánya, der nächsten größeren Stadt, an. Doch nach dem Unwetter waren alle Fahrzeuge im Einsatz. Umso mehr waren die Wesermärschler gerührt, als einen Tag vor der Abreise das ungarische Einsatzfahrzeug zur Präsentation das Camp besuchte – nicht selbstverständlich, bei rund einer Stunde Entfernung. Die Warflether freuten sich sehr über die schöne Geste und die vielen spannenden Eindrücke. Die Hauptstadt Budapest, Burgruinen, Klöster und Bergwerke wurden besichtigt, Fußball gespielt, geangelt, gegrillt und bei Musik und Tanz jede Menge Spaß gehabt.

Nur Feuerwehrmänner

Aber auch einige Unterschiede zum hiesigen Löschwesen wurden aufgedeckt. So wunderte sich Sabine Garbade beispielsweise, dass ihr bei den Begrüßungen nie die Hand gegeben wurde. „Das liegt daran, dass man in Vértessomló noch keine weiblichen Einsatzkräfte kennt. Erst sehr spät hat man kapiert, dass ich nicht nur irgendeine Begleitung bin, sondern ein Feuerwehrmitglied“, berichtete sie.

Günter Flegel erklärte, dass sich in Ungarn die freiwilligen Feuerwehren komplett selber durch einen Förderverein finanzieren müssen. Neue Fahrzeuge oder Ausrüstung seien da nicht drin. So gab es für die Warflether ein Wiedersehen mit dem ausgemusterten, bestens restaurierten Neuenkooper Tanklöschfahrzeug, das inzwischen stolze 36 Jahre alt ist, mit der einstigen Weserdeicher Tragkraftspritze und mit den alten, orangenen Einsatzjacken.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.