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Abbehausen Pünktlich zum Herbstbeginn, doch mit ungewohnten Klängen schloss die Konzertreihe „Nordenhamer Musiksommer“ in der St.-Laurentius-Kirche zu Abbehausen: Verena Tönjes und Rachel Schiff entführten unter der Überschrift „Ay, Amor!“ mit andalusischen Liedern in die spanische Sonne.

Sie erzählten in ihren Liedern von ganz großem Schmerz, leidenschaftlicher Liebe und bewegender Klage – Themen, so beschrieb Verena Tönjes ihren etwa 80 Gästen, die die spanische Musik besonders prägten. Ihre Lieder waren mal voller Temperament und Leidenschaft, mal sanft und mit sehr leisen Tönen. Ihr Programm war teils klassisch, wie die „3 canciones españolas“, die „Asurias“ aus der Suite Española oder die „Homenaje para la tumba de Debussy“ von Joaquin Rodrigo, Isaac Albéniz oder Manuel de Falla, aber enthielt auch Stücke, die Momente der Volksmusik aufgriffen und den Flamenco integrierten.

Der Abend begann mit einer Sonate von Domenico Scarlatti und mit Liedern von Fernando Sor. Der Komponist Scarlatti sei zwar kein gebürtiger Spanier gewesen, sondern Italiener und habe sich schon in jungen Jahren in Venedig und im Vatikan einen Namen gemacht, doch habe es ihn später nach Portugal gezogen und schließlich nach Sevilla, Granada, Cadiz und Madrid, wo er maßgeblich die spanische Gitarrenmusik prägte, erzählte Verena Tönjes. Der Gitarrist und Komponist Sor dagegen sei gebürtiger Spanier gewesen. Er habe das spanische Gitarrenspiel geprägt und gelte als der „Schubert der spanischen Gitarre“.

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Bei „Ay Amor“ ging es aber nicht allein um Musik: Zwischen den Liedern las die Gastgeberin ihren Zuhörern auch zwei Gedichte des Lyrikers und Dramatikers Federico García Lorca vor – sowohl auf Spanisch als auch in ihrer deutschen Übersetzung.

Für die vielseitige Künstlerin Verena Tönjes war das Musik-Sommer-Konzert in der St.-Laurentius-Kirche quasi ein „Heimspiel“, denn sie ist gebürtige Nordenhamerin. Nach dem Abitur studierte sie Schulmusik und Spanisch an der Hochschule für Musik und Tanz sowie an der Universität zu Köln und schloss hier mit dem ersten Staatsexamen ab. Anschließend begann sie eine Gesangsausbildung an der Düsseldorfer Robert-Schumann-Hochschule und setzt im Herbst nach dem erfolgreichen Bachelor-Abschluss ihr Studium als Master-Studentin in der Opernklasse von Prof. Albert Pesendorfer in Berlin fort. Die vielseitige Mezzosopranistin und Solistin ist regelmäßig in Oratorien, Messen und Kantaten zu hören. Sie ist mehrfache Preisträgerin, unterrichtet Gesang und gibt Workshops in Schulen.

Neben der angenehmen Stimme von Verena Tönjes war die Gitarre von Rachel Schiff das zweite tragende Element des Abends. Jenes Instrument eben, sagte Verena Tönjes, das geradezu als „das“ spanische Instrument gilt und das auf der iberischen Halbinsel nicht nur in der Musik, sondern auch in der Malerei und der Lyrik eine herausragende Rolle spielt. Die US-Amerikanerin Rachel Schiff hatte schon im Alter von fünf Jahren das Gitarrenspiel erlernt, und sie erhielt bereits mit 16 ihren ersten Preis, den Grand Prix beim „Sigma Alpha Iota Young Musicians Competition“.

Später studierte sie an der Northwestern University und schloss mit ihrem Bachelor und Master of Music ab. Als Solistin begeisterte Rachel Schiff bei zahlreichen Festivals und Konzertreihen in den USA, in Frankreich, England und Deutschland. Auch sie ist vielfache Preisträgerin und blickt inzwischen auf viele Liveauftritte im Radio und Fernsehen zurück.

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