Abbehausen Wer als Abbehausener am Wochenende gerne lange ausschläft, hatte am Sonnabend schlechte Karten – und wurde lautstark geweckt. Auf der Butjadinger Straße ertönte schon um 8 Uhr ohrenbetäubender Lärm. Direkt vor dem Butjenter Brauhaus leisteten vier Böllerschützen aus der bayerischen Gemeinde Ilmmünster ganze Arbeit und feuerten erstmalig an diesem Tag ihre kleine Kanone ab – gleich drei Mal.

Andere Gäste aus Ilmmünster in der Holledau, einem der größten Hopfenanbaugebiete der Welt, ließen zu Akkordeonklängen in traditionellen Trachten ihre Peitschen im Takt der Musik knallen. Das zweite Abbehauser Hopfenfest, zu dem Gastronom Udo Venema eingeladen hatte, war damit eröffnet.

Auf der Terrasse des Brauhauses wurde fleißig Hopfen gezupft. Unter der fachkundigen Anleitung von Bert Seemüller aus Ilmmünster konnten sich Einheimische und Touristen an der Ernteaktion beteiligen – eine mühselige Kleinarbeit, bei der die Dolden von den Stielen der weiblichen Hopfenpflanzen abgepflückt werden müssen. Kein Problem für Hedi und Fritz Stamer aus Bremen. „Wir sind mit einer neunköpfigen Gruppe übers Wochenende hier und haben so etwas noch nie gemacht“, sagten die beiden, die ihren Korb schon bald mit vielen Hopfendolden gefüllt hatten. Schubkarrenweise schafften die Experten aus der Holledau, die mit einer 20-köpfigen Delegation angereist waren, immer wieder Nachschub an Austrieben aus der 120 Pflanzen umfassenden Hopfenplantage des Brauhauses herbei.

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Udo Venema verbindet mit den Holledauern eine langjährige Freundschaft. Vor drei Jahren hatten sie für ihn einen 250 Quadratmeter großen Hopfengarten angelegt und die Pflanzen dafür aus ihrer Heimat mitgebracht. Fast alles davon wurde im Laufe des Sonnabends geerntet. Der Gesamtertrag an Hopfen aus der hauseigenen Anpflanzung reicht für die Herstellung von stolzen 25 000 Litern Bier.

Erstmals soll nun der Hopfen auch in Abbehausen getrocknet werden. Danach erst kann er von Braumeister Andreas Christiani weiterverarbeitet werden.

Bevor am Abend die Hopfenkönigin gewählt und ausgiebig gefeiert wurde, stand für die Besucher in Abbehausen ein gemütliches Beisammensein im Brauhaus auf dem Programm. Abends warteten dann auf der Tenne mehr als 100 Gästen gespannt auf die Wahl der Hopfenkönigin. Sieben Kandidatinnen hatten sich zu dem Wettbewerb angemeldet, bei dem es Fragen zum Hopfenanbau und zum Bierbrauen richtig zu beantworten galt.

Als Siegerin aus dem mit viel Spaß ausgetragenen Quiz ging Louisa Heidemann hervor, die damit zur Butjenter Hopfenkönigin 2017 wurde. Die Abbehauserin durfte sich nicht nur über den Titel inklusive Krone und grün-weißer Schärpe freuen, sondern auch über Wochenendreise in die Holledau, die sie mit Begleitung antreten wird.

Bis in die frühen Morgenstunden dauerte schließlich die Abbehauser Gaudi. Udo Venema zeigte sich am nächsten Morgen überaus zufrieden, war doch die Resonanz auf das Hopfenfest in diesem Jahr deutlich größer als noch bei der Premiere.

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