Abbehausen Liebevoll geschmückte Tische, reichlich Butterkuchen und Kaffee, dazu Klönschnack und ein buntes Unterhaltungsprogramm. So ist es Usus bei der Seniorenweihnachtsfeier des Ummenschen Fundus in Abbehausen.

Rund 120 Gäste kamen am Sonntagnachmittag zu der gemütlichen Veranstaltung in den Dorfkrug-Saal. Eingeladen waren traditionell alle Einwohner der Altgemeinde Abbehausen, die mindestens 70 Jahre alt sind.

Für die beiden ältesten Besucher, Anita Finke (89) und Walter Brosig (95), hatte Ortsbürgermeister Tobias Thormählen Blumensträuße dabei.

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Der Abbehauser Pfarrer Matthias Kaffka erinnerte sich in seiner Begrüßung zurück an das Jahr 1990. Da wurde er als Zehnjähriger am Vormittag des Heiligen Abends von der Mutter mit einem 100-D-Mark-Schein im Stoffbeutel zum Bäcker geschickt. Er verlor das Geld jedoch und rechnete mit einem riesigen Donnerwetter. Tatsächlich habe er in den Augen der Mutter auch das Entsetzen gesehen, denn Geld sei zu Hause sehr knapp gewesen. Ihre Worte hätten jedoch etwas ganz anderes ausgedrückt. Zum ersten Mal habe er damals nachhaltig gespürt, dass Weihnachten doch mehr sei als Geschenke, Lieder, Lichter und schönes Essen. Weihnachten erweiche das Herz und lasse den Menschen verzeihen. Das sollte auch ein wenig mit in den Alltag hinübergenommen werden, betonte der Pfarrer.

Der Nordenhamer Bürgermeister Carsten Seyfarth machte in seinem Grußwort deutlich, dass eine friedliche Weihnacht das Wichtigste sei. Das sei vielen Menschen auf der Welt leider nicht vergönnt.

Viel Beifall gab es für die Vorführungen auf der Bühne. Die Kindergruppen des Bürgervereins Ellwürden und der Grundschule Abbehausen unter der Leitung von Kerstin Oellrich und Mareike Kaffka boten Lieder, Gedichte und Tänze. Edith Hedemann trug plattdeutsche Geschichten vor. Für lustige Sketche sorgte die Theatergruppe des Bürgervereins Ellwürden. Zum Abschluss stimmten die Besucher Weihnachtslieder an.

Die Ursprünge der traditionsreichen Feier reichen bis in das Jahr 1680 zurück. Die Veranstaltung ist dem Bauern Tyork Ummen und dessen Sohn Wilke zu verdanken. Die beiden hatten einst in ihren Testamenten verfügt, dass ihre in Moorsee gelegene Hofstelle den Armen in Abbehausen vermacht wird. Aus diesem Verwendungszweck ist später eine Weihnachtsfeier für Senioren entstanden.

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