Abbehausen Der Nordwesten Deutschlands hat vieles zu bieten. Dass dazu auch Bier gehört, wurde bei den Abuser Biertagen mehr als deutlich. Acht Hausbrauereien präsentierten sich am Wochenende auf dem Außengelände des Butjenter Brauhauses in Abbehausen. Zahlreiche Besucher ließen sich bei der Premiere der Veranstaltung die verschiedenen Bier-Variationen schmecken. Und sie lernten darüber hinaus noch einiges über das Thema Braukunst.

Eine ganz zentrale Rolle bei den Biertagen spielte der Hopfen. „In Bayern lassen wir die Maschinen laufen, für euch zupfen wir den Hopfen mit der Hand“, sagte Rosemarie Seemüller am Freitagnachmittag lachend. Die Bayerin kommt aus dem Holledau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt unweit von München. Ihr Mann Bert Seemüller hatte den Hopfengarten von Udo Venema kreiert und angelegt. Allerdings waren die Butjenter Reben am Wochenende noch gar nicht erntereif. Da war es natürlich ein Glück, dass die Gäste aus Bayern, die Udo Venema nach Abbehausen eingeladen hatte, ihre eigenen sechs Reben mit im Gepäck hatten. 90 Prozent des den Pflanzen innewohnenden Bitterstoffs Lupulin werden übrigens nicht für die Bierbrauerei, sondern für medizinische Zwecke genutzt, erklärten die Bayern.

Zepter und Krone

Das Handwerk des Hopfenzupfens wie zu Großmutters Zeiten ist arbeitsintensiv, hat aber nach Einschätzung der Süddeutschen auch etwas Beruhigendes. Davon konnten sich am Sonnabend auch die vier Kandidatinnen der diesjährigen Hopfenköniginwahl überzeugen. Denn bei dem Wettbewerb galt es, neben dem zu erzielenden Publikumsapplaus sowohl theoretisches als auch praktisches Wissen rund um die Kunst des Bierbrauens unter Beweis zu stellen. Das Rennen am Samstag machte Leah Jantzen. Sie wurde mit Scherpe, Zepter und Krone geehrt und erhielt einen Gutschein für einen Wochenend-Aufenthalt für zwei Personen am Tegernsee. Die Schülerin zupfte nicht nur den meisten Hopfen. Sie beantwortete beim Bierquiz neun von zehn Fragen richtig . Dabei hatten es einige Fragen schon in sich. Wer weiß schon, wie viele Zentimeter eine Hopfenpflanze am Tag wächst oder wie groß sie überhaupt werden kann?

Die Gäste hatten bei den Abuser Biertagen auch die Möglichkeit, an einer Brauereiführung mit Braumeister Andreas Christiani teilzunehmen oder an einem der Verkaufsstände auf dem Außengelände mit den norddeutschen Hausbrauern ins Gespräch zu kommen.

Für den musikalischen Rahmen der Biertage sorgte am Freitag die Band Gezeiten-Rock. Am Samstag war am Nachmittag der Nordenhamer Shanty-Chor zu hören, in den Abendstunden stand die Lokschuppen-Combo aus Butjadingen auf der Bühne. Die Butjenter Hobbymusiker hatten eigens für den Gastwirt Udo Venema ein Brauhaus-Lied geschrieben. Gefeiert wurde bis in den späten Abend.

Wetter spielt mit

Zum Glück spielte das Wetter weitestgehend mit. Nur abends wurde es recht kühl. Mit der Anzahl der Gäste zeigte sich Veranstalter Udo Venema alles in allem zufrieden. „Am Freitag hätten es ruhig ein paar mehr sein können“, sagte er. Außerdem habe sich der Flohmarkt, den sich im Vorfeld so viele gewünscht hatten, nicht bewährt.

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