Schwei Die energetische Sanierung des Schweier Gemeindehauses steht vor dem Abschluss. Damit geht ein Kraftakt zu Ende, den die Gemeinde allein niemals hätte stemmen können. Schlimmer noch: Pfarrer Bernd Eichert glaubt nicht daran, dass die Kirchengemeinde den Normalbetrieb des Hauses dauerhaft aus eigener Kraft finanzieren kann. Das gehe anderen kleinen Kirchengemeinde nicht anders, sagt er.

Fluchttüren eingebaut

Größter Posten bei der Sanierung war im vergangenen Jahr die Fensterfront in Blickrichtung Süden. 50 000 Euro hat es gekostet, die alten Fenster – sie stammen wie das ganze Haus aus den frühen 70er Jahren – durch wärmedämmende neue zu ersetzen, die zusätzlich mit Fluchttüren ausgestattet sind. Diese Investition war nur möglich, weil der Ökofonds der Landeskirche sie komplett bezahlt hat.

Begonnen hatte die energetische Sanierung 2015 mit einem neuen Eingang sowie einer Dach- und Deckendämmung. Das hat 7700 Euro gekostet, sagt Hans-Gerd Westerholt, der Vorsitzende des Gemeindekirchenrats. Die Ausgaben für die energetische Sanierung des Pfarrhauses sind in diesem Betrag nicht enthalten.

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2016 kam ein Vordach über die neue Tür des Gemeindehauses hinzu. Außerdem wurden die Wände im Haus durch eine zweite Reihe Klinkersteine verstärkt, so dass Dämmstoffe eingeblasen werden konnten.

Zu Beginn des neuen Jahres setzten Handwerker eine Zwischenwand, die den Sitzungsraum vom Jugendraum trennt. Die Kosten von 2000 Euro trägt die Kirchengemeinde. Jetzt müssen noch Fenster gestrichen und die Fläche vor der neuen Fensterfront gepflastert werden.

Noch unklar ist, wie die Kirchengemeinde die neuen feuerfesten Schränke bezahlen will, in denen das Archiv untergebracht werden soll, das beim Oberkirchenrat restauriert worden ist. Klar ist schon, wo die Schränke stehen sollen: im Jugendraum.

Unklar ist dagegen, was aus der Bücherei wird, die nicht im Obergeschoss bleiben kann – wegen der unsicheren Wendeltreppe und der mangelnden Brandsicherheit. Die Bücherei ist mittlerweile in Kisten verpackt und soll in das Obergeschoss der Schule verlegt werden. Doch das zieht sich hin, weil der Bauhof der Gemeinde nicht dazu kommt, die neue Feuerschutztür einzubauen, sagt Bernd Eichert. Das frustriere die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen.

Allerdings werden die Probleme in Zukunft nicht kleiner. Denn der Oberkirchenrat hat vor einigen Jahren die Pauschalzuschüsse zu den Gemeindehäusern gestrichen und durch eine Förderung nach Seelenzahl ersetzt, erläutert Bernd Eichert. Das stelle kleine Kirchengemeinden vor große Probleme.

Deshalb setzt er darauf, dass in der Zukunft aus dem Gemeindehaus ein Mehrzweckhaus wird, an dem sich die Gemeinde Stadland finanziell beteiligt. Schon jetzt nutzten viele nichtkirchliche Gruppen das Haus. Nur wenn der ländliche Raum attraktiv bleibe, könne der Einwohnerschwund gestoppt werden. „Wir haben viel mehr Beerdigungen als Taufen – und das liegt nicht an Kirchenaustritten“, sagt Bernd Eichert.

Schweier Krug

Doch da winkt Bürgermeister Klaus Rübesamen auf Nachfrage der NWZ  ab. Er leidet selbst an klammen Kassen und möchte gern den Schweier Krug, derzeit das Mehrzweckhaus, an den Pächter Kosta Papageorgiou verkaufen. Gerade ermittelt ein Gutachter für den Gemeinde den Preis. Auch der Wirt hat ein Angebot gemacht, weil er den Hoteltrakt ausbauen will und eine Feuertreppe einbauen muss, die allein schon 25 000 Euro kosten würde – viel zu viel für die Gemeinde, wie der Bürgermeister sagt.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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