Seefeld Gut angekommen sind die zehn Kinder aus Wolkowysk in Weißrussland, die auf Einladung des Seefelder Kuratorium „Kinder von Tschernobyl“ einen vierwöchigen Erholungsurlaub in der Gemeinde Stadland verbringen. Die vier Mädchen und sechs Jungen im Alter von 9 bis 15 Jahren waren bereits am Montag angereist, wurden jedoch erst am Mittwoch offiziell in der Seefelder Pastorei empfangen.

Pastor Walter Janßen erinnerte an die Anfänge der Aktion, die 1992 sechs Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl startete. In den ersten Jahren kamen die Kinder noch aus Tscherikow im Süden von Weißrussland, doch später wurden Kinder aus Wolkowysk eingeladen. 2016 wird dies zum 25. Mal der Fall sein.

Mit Spenden finanziert

„Alle Aufenthalte konnten durch Spendengelder finanziert werden“, machte Walter Janßen deutlich. In den ersten Jahren hatte die Gemeinde Stadland aufgrund der positiven Haushaltslage noch einen Zuschuss gewährte. So lange genügend Spenden auflaufen, werde sich nichts ändern und der Aufenthalt weiterhin mit Spendengeldern finanziert, so Walter Janßen.

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Das Kuratorium wolle die Gemeindekasse nicht unnötig belasten. Jedoch habe der vorherige Bürgermeister Boris Schierhold ein Versprechen abgegeben, wonach die Gemeinde helfen werde, sobald es eng werde mit der Finanzierung des Aufenthaltes. Mit Blick auf Bürgermeister Klaus Rübesamen erinnerte er diesen an das Versprechen dessen Vorgängers.

Der Angesprochene hieß die Gäste aus Weißrussland herzlich willkommen. Er hoffte, dass sie die Erlebnisse und die schöne Zeit in guter Erinnerung behalten und zu Hause davon den Eltern, Geschwistern und Großeltern berichten mögen, damit sich die nächste Gruppe auf ihre Reise nach Deutschland freuen kann.

Chance auf Erholung

Klare Worte fand Elke Kuik-Janssen, die auf die momentane „Unordnung auf der Welt“ hinwies. Sie freute sich, dass die Kinder aus Weißrussland dennoch ihre Chance erhalten hatten, einen Erholungsurlaub in Deutschland machen zu können. Der Streit und der Krieg seien die Probleme der Erwachsenen. „Vielleicht sind die Zeiten besser, wenn ihr erwachsen seit“ hoffte sie.

Überschwänglichen Dank äußerte Valentina Klakevitsch, eine der beiden Betreuerinnen, im Namen der Kinder, aber auch der Eltern und Großeltern in der Heimat. Sie sah durchaus die großen Mühen, die mit der Organisation durch Lydia Gerdes und ihr Team sowie die vielen Helfer verbunden sind.

Sie freute sich zudem über die gute Unterbringung in zwei großen Wohnungen in einem Haus in Norderschwei und über das vielfältige Programm. Eine Hanni-Fahrt, das Kinderfest in Kleinensiel, eine Wattwanderung, Reiten in Stollhamm, ein Besuch des Jader Parks und einiges mehr sorgen für Abwechselung .

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