Unterstützung mit Tradition

Bereits das zweite Mal sind Schüler der Berufsbildenden Schulen zu einem Austausch in Galle auf Sri Lanka gewesen.

Die Partnerschaft mit der Seefahrtschule OTC gibt es seit 1995.

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Volker Otto ist an der Berufsschule in Brake tätig und koordiniert den Schüleraustausch.

Unterstützt werden soll weiterhin das Gefängnis. Der Direktor möchte gerne eine Katholische Kapelle innerhalb des Gebäudes einrichten, dabei will Otto helfen.

Die jungen Frauen erzählten den Mitgliedern des Rotary-Clubs von ihrem Projekt. Sie kauften dort sogar Gefangene frei.

von Thomas Bücher

Brake Erst kam der Kulturschock, dann die Begeisterung. Geblieben sind Erinnerungen und die Vorfreude auf den Gegenbesuch: Die fünf jungen Frauen der 12. Klasse des Braker Fachgymnasiums Gesundheit und Soziales mit Schwerpunkt Ökotrophologie hatten in den Osterferien die Seefahrtschule in Galle auf Sri Lanka besucht. Über ihre Erfahrungen von dem Austausch berichteten sie nun bei einem Meeting des Rotary-Clubs Brake-Unterweser in Wilkens Hotel.

Im Officer Training Center (OTC) in Galle waren die fünf Schülerinnen und ihre Lehrerin Sabrina Stubbe untergebracht. Für Friederike Weber, Jessica Bielefeld, Stefanie Büsing, Jana von Loock und Michaela Winkler hieß es in den drei Wochen lernen und an die eigenen Grenzen gehen. Bestandteil des Austauschprogramms war ein sogenannter Leadership-Course – ein in die Kadetten-Ausbildung eingebetteter Lehrgang der OTC in Menschenführung. Bei durchschnittlich 35 Grad nicht immer einfach.

In Rettungswesten mussten Kadetten und Schülerinnen drei Meter in die Tiefe ins Wasser springen. Was für die jungen Frauen aufregend war, hatte für die Kadetten eine ganz andere Bedeutung: „Nur zwei der 14 Kadetten konnten schwimmen“, sagte Friederike Weber bei der Präsentation.

Neben der Teilnahme an der OTC-Ausbildung hatten sich die Schülerinnen zur Aufgabe gemacht, ein Gefängnis in Galle zu unterstützen. Mit den Kadetten, die im Herbst in die Wesermarsch kommen werden, besuchten sie das örtliche Gefängnis. „Kein Vorzeigegefängnis, Amnesty International wird immer in ein modernes Gefängnis in Colombo geführt“, sagte Volker Otto: „Wir haben da etwas ganz anderes kennengelernt.“ In dem Gefängnis waren 800 statt der vorgesehenen 250 Gefangenen untergebracht.

In Teams mit den Kadetten bildeten die Frauen vier Gruppen, die schnell helfen wollten: Während eine Gruppe das Krankenhaus verbesserte – mit Farbe, neuen Matratzen und Kleinigkeiten – hatte sich eine Gruppe vorgenommen, Insassen freizukaufen. „Viele sitzen da ein, nur weil sie Schwarzgefahren sind“, sagte Jana von Loock. Eben solchen Gefangenen – insgesamt zehn – ermöglichten die Deutschen dann den Schritt in die Freiheit. Genau dieses Gefängnisprojekt war es, dass besondere Aufmerksamkeit bei den Rotariern hervorrief. Rotary-Präsident Herbert Moritz sagte: „Der Besuch hat viel für die Verständigung beigetragen. Ich hoffe, bei ihnen hat das alles viel bewirkt.“

Stefanie Büsing und Jana von Loock sind sich sicher: „Wir wollen für ein Jahr nach Sri Lanka zurückgehen.“ Friederike Weber: „Wir hätten uns gerne alle noch einmal für den Austausch beworben.“

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