Kündigung

Betroffene sollten die Kündigung

zügig – die Verbraucherberatung empfiehlt 14 Tage,

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Und am besten:

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Mehr dazu unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de

kostenpflichtige Rufnummer der Verbraucherzentrale (mo - do: 10 - 16 Uhr): 0900/797902 (1,50 Euro/Minute aus dem deutschen Festnetz)

Die Verbraucherzentrale rät zu schnellem Handeln. Wer zügig reagiert, hat Chancen, den Vertrag außer der Reihe zu kündigen.

von Thomas Bücher

Brake „Höchst menschenverachtend!“ Das Urteil eines Ehemannes fällt vernichtend aus. Seine Frau (46) hat Krebs. Eine Operation hat sie überstanden, nun bekommt sie noch eine Chemo-Therapie. An Sport denkt sie nicht. Es geht um ihr Leben, nicht um einen trainierten Körper. Doch in einem Braker Fitness-Studio sieht man das anders. Trotz eines ärztlichen Attestes, das ihr die derzeitige Sportunfähigkeit bescheinigt, muss die Frau weiter ihren Beitrag zahlen. Erst nach Ablauf der dreimonatigen Kündigungsfrist sei das Vertragsverhältnis beendet, sei ihm vom Studio gesagt worden. „Es ist menschenverachtend, um jeden Euro zu kämpfen“, sagt der Ehemann.

Brigitte Ahrens von der Verbraucherschutzzentrale Niedersachsen kann für die Kunden von Fitness-Studios keine Entwarnung geben: „Die Rechtssprechung ist nicht immer eindeutig für uns Verbraucher.“ Doch einen entscheidenden Tipp hat die Expertin: Innerhalb von 14 Tagen nach Bekanntwerden der Krankheit sollte eine „außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund“ ausgesprochen werden.

Wichtig dabei: Eine vorübergehende Krankheit reicht für eine solche Kündigung nicht aus. Der Arzt muss attestieren, dass die Erkrankung zu einer längerwierigen Sportunfähigkeit führt. Außerdem sollte die Erkrankung nicht im Gesundheits- oder Fitness-Studio therapierbar sein. Mit anderen Worten: Ein Rückenleiden, das vor Ort gut behandelt werden kann, ist kein Grund für eine außerordentliche Kündigung.

„Die Erfahrung sagt: Die Fitness-Studios sind in der Regel nicht sehr kulant“, so Ahrens. Häufig werde die Dauer des Ausfalls des Kunden hinten an die Vertragslaufzeit angerechnet.

Sollte das Studio auf eine schriftliche Kündigung (Infobox) nicht reagieren, ist das kein Freibrief für die Verbraucher nicht zu zahlen: „Schweigen heißt nicht Zustimmung“, sagt Ahrens. Wer einfach die Zahlungen einstellt, dem droht ein Brief vom Rechsanwalt des Studios.

Gelingt also keine Einigung, sollten die Betroffenen Kontakt zur Verbraucherzentrale oder zu einem Rechtsanwalt suchen.

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