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HOFFE „Ein Bürojob? Das wär nichts für mich“, sagt Annika Bruns. Die 18-Jährige fühlt sich pudelwohl, wenn sie an der frischen Luft ist, wenn sie mit Menschen und vor allem wenn sie mit Tieren zu tun hat. „Das ist genau mein Ding“, erzählt die junge Frau aus Oberhammelwarden, die im August eine Ausbildung zur Tierpflegerin begonnen hat. Ihr Ausbildungsbetrieb ist die Hundestation von Horst und Doris Kraft in Hoffe.

Annika Bruns hat den größten Teil ihrer dreijährigen Ausbildung noch vor sich. Aber sie ist sich schon jetzt sicher, dass sie die richtige Wahl getroffen hat. In Hoffe hat sie bereits während ihres Berufsvorbereitungsjahrs einmal in der Woche mitgeholfen. Außerdem hat sie dort ein freiwilliges Praktikum in den Ferien gemacht. Ihr Schulpraktikum hat sie bei einem Tierarzt absolviert. „Es war klar, dass ich etwas mit Tieren machen werde“, erzählt die 18-Jährige. In Hoffe hat sie die Möglichkeit dazu. Sie macht die Ausbildung in der Fachrichtung Tierheim und Tierpension. Es gibt noch zwei weitere Fachrichtungen: Zoo und Forschung und Klinik.

Arbeit bei Wind und Wetter

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„Meistens haben wir zwei Auszubildende“, sagt Doris Kraft. Außerdem sind zurzeit vier Praktikantinnen aus der Berufsschule im Einsatz. „Das ist eine gute Gelegenheit, um zu sehen, wie zuverlässig jemand ist.“ Andererseits können auch die Praktikantinnen sehen (in der Regel sind es Frauen), ob der Beruf etwas für sie ist. Denn die Anforderungen sind nicht von Pappe. „Empfindlich sollte man jedenfalls nicht sein, schon gar nicht gegenüber Gerüchen“, weiß Annika Bruns. Ein großer Teil ihrer Arbeit spielt sich draußen ab. Und bei einem strengen Winter wie dem vergangenen sollten die Tierpflegerinnen ein dickes Fell haben – so wie die Tiere.

Die Aufgabenbereiche sind vielfältig. Sie reichen vom Umweltschutz über Anatomie der Tiere bis hin zum Erkennen von Krankheiten sowie dem Lagern, Zubereiten und Verwenden von Futter und Einstreu. Einmal in der Woche muss Annika Bruns zur Berufsschule nach Brake.

Auch die Hundeerziehung ist Bestandteil der Ausbildung. Bei Familie Kraft, wo Schäferhunde für Sicherheitsdienst, Polizei und Zoll ausgebildet werden, bieten sich viele Möglichkeiten dazu. Aber Annika Bruns hat nicht nur mit Hunden zu tun. Gänse, Hühner, Enten, Kaninchen und Chinchillas, Schafe und Ponys halten die Krafts in Hoffe. Hinzu kommen das Tierheim in Volkers und eine Tierpension, die noch ausgebaut werden soll. Hier finden vor allem Katzen eine Unterkunft.

Auch am Wochenende

Annika Bruns freut sich tagtäglich auf die Arbeit. „Die Tiere geben einem so viel zurück“, sagt sie. „Sie freuen sich, wenn man kommt.“ Die 18-Jährige ist jedenfalls in ihrem Element, wenn sie die Schäferhunde bürstet und sich die Katzen schnurrend an ihre Beine schmiegen, während sie die Futternäpfe füllt. Bei so vieler tierischer Dankbarkeit nimmt sie gerne in Kauf, dass sie an jedem zweiten Wochenende arbeiten muss und sich die Verdienstmöglichkeiten in Grenzen halten. Im ersten Lehrjahr bekommt eine Auszubildende 450 Euro, im zweiten sind es 480 und im dritten 500 Euro.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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