Betrifft: „Heimatforscher im braunen Dunstkreis“ (NWZ vom 5. Januar) und „Warum nicht Jaspers und Tantzen? (NWZ vom 13. Januar)

In Nordenham wird diskutiert, ob man die Namen von Straßen ändern soll, die zu Ehren von zwei Nazi-Heimatforschern nach ihnen benannt worden sind. Welche Frage, die Straßennamen müssen weg! Man darf doch nicht zwei Menschen, die der Blut- und Bodenideologie der Nazis zuarbeiteten und dieses als Forschung tarnten, wegen ebendieser Forschung ehren.

Der Rüstringer Heimatbund hat über ein Gutachten die Nazi-Vergangenheit dieser „Heimatforscher“ herausgefunden und mutig den Weg in die Öffentlichkeit gewagt. Man kann ihn nicht genug dafür loben.

Der Bürgermeister sagt, er wolle die Angelegenheit im Stadtparlament debattieren lassen, weist aber von vornherein darauf hin, dass beide Forscher keine Kriegsverbrecher gewesen waren und ein neues Gutachten erstellt werden sollte.

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Dazu ist zu bemerken, dass im Stadtparlament über die moralisch-ethische Seite der Angelegenheit diskutiert werden soll, nicht über Kriegsverbrechen, die juristisch und historisch zu klären wären. Dazu braucht man kein neues Gutachten. Im Gutachten des Rüstringer Heimatbundes steht alles, was man wissen muss.

Es sei daran erinnert, dass ein meiner Meinung nach weiterer glühender Nazi die goldene Ehrenplakette der Stadt Nordenham trägt und darüber hinaus Ehrenvorsitzender der Goethe-Gesellschaft ist. Er heißt Rudolf Spohr. Aufgefallen war er durch einen menschenverachtenden Brief, den er damals von der Ostfront nach Hause geschrieben hatte. Der Goethe-Gesellschaft genügte eine gutachterliche Feststellung, dass Spohr kein Kriegsverbrecher im juristischen Sinne gewesen war, um ihm seine seine Ehrenvorsitzendenwürde zu belassen. Der moralisch-ethische Aspekt blieb unbeachtet. Auch damals wurde gesagt, den Fall im Stadtparlament diskutieren zu wollen (...).

Man sollte jetzt die Gelegenheit zu ergreifen, um im Stadtparlament nicht nur über die beiden Nazi-Heimatforscher zu diskutieren, sondern auch über die goldene Ehrenplakette des Rudolf Spohr. In Zeiten immer lauter werdender Neo-Nazis muss unsere Demokratie sich wehren.

Elmar Hüttenmeister

Burhave

Wir möchten unsere Meinung auch gerne weitergeben. Warum macht man aus dem Erich-Lampe Weg nicht einfach den „Bahndamm“? Denn jeder, der da lang läuft, sagt, „Ich laufe auf dem Bahndamm“, und nicht, „Ich laufe auf dem Erich-Lampe-Weg“. Und es fuhr dort doch früher unsere gute alte Butjenter Bahn.

Die Eduard-Krüger-Straße ließe sich nach Dieter Jantzen beziehungsweise dessen Vater benennen. Das sind bekannte Abbehauser und deren alteingesessene Bäckerei kennt jeder. Warum sollen unsere schönen Wege mit Namen geschmückt werden, die kaum einer kennt?

Karin und Egon Speckels Ellwürden

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