Wesermarsch Das erste Modell konnte nicht überzeugen: „Leider hat sich dieser Anlagentyp aufgrund seines Gewichts und seiner Handhabung als wenig geeignet für unsere Bodenbeschaffenheit erwiesen“, berichtete Horst Stolz, Fachdienstleiter Straßenverkehr des Landkreises Wesermarsch, im Oktober vergangenen Jahres der NWZ.

Die Testphase wird deshalb derzeit mit einem anderen Modell desselben Herstellers fortgeführt. Ziel der Kreisverwaltung ist es, eine Nachfolgelösung für zwei Radaranlagen zu finden, die ihre Zeit bald hinter sich haben. Das Einsatzprofil ist dabei klar definiert: eine neue semistationäre Messanlage, also einen Anhänger, der Tag und Nacht messen kann und dessen Kameras zudem mobil einsetzbar sind.

Nachdem die geplante dreimonatige Testphase mit dem ersten Modell vom Landkreis vorzeitig abgebrochen worden war, ist seit Dienstag ein anderes Modell an der Bundesstraße 212 in Höhe der früheren Tongruben in Oberhammelwarden im Einsatz. Das Gerät kann – wie der erste Anhänger auch – in beide Richtungen „blitzen“. Lastwagen werden von Personenwagen aufgrund der Länge unterschieden. Im Laufe der Testphase wird das Gerät an weiteren Standorten platziert, die möglichst alle Einsatzszenarien abdecken sollen.

Die jetzige Testphase dauert voraussichtlich bis zum 14. April, ließ Erwin Schröttke, stellvertretender Fachdienstleiter Straßenverkehr beim Landkreis Wesermarsch, auf Nachfrage der NWZ wissen. Ergebnisse seien bisher noch nicht ausgewertet worden. Das werde für die Sitzung des Ausschusses öffentliche Ordnung am 28. Mai passieren. Bis dahin würden Vor- und Nachteile ergründet, zusammengetragen und nach Ende der Testphase abgewogen und ausführlich dargestellt.

Nach Auskunft des Landkreises betragen die sich aus Gerätemiete und Schulung zusammensetzenden Projektkosten rund 29.100 Euro. Während des Testzeitraumes habe der Landkreis dafür die Erträge aus zwei weiteren Kameras zu erwarten, die die Kosten mindestens decken sollen. Die Testphase werde daher kostenneutral sein, heißt es aus dem Kreishaus.

Sollte das Gerät diesmal überzeugen, stehen für den Kauf einer „mobilen Verkehrsüberwachungsanlage im semistationären Anhänger“ 241.000 Euro im Haushalt. Geld, dass der Landkreis sonst wohl in die Anschaffung mobiler Anlagen im Tausch gegen die bisherigen Radaranlagen investieren wird.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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