Butjadingen Sie haben wieder Posten an den Stränden bezogen. Die Rettungsschwimmer der DLRG Butjadingen sind in die Hauptsaison gestartet, die in diesem Jahr länger dauert als gewohnt.

Der Grund für die Verlängerung sind die späteren Sommerferien in Nordrhein-Westfalen, mit deren Ende am 3. September auch die Saison für die Wasserretter der Ortsgruppe vorbei ist.

Bis zu zehn Rettungsschwimmer halten täglich zwischen 9 und 18 Uhr an den beiden Stränden Wache. „Im Moment ist es noch ruhig“, sagt Markus Felske von der DLRG und verweist auf das mäßige Wetter. Sobald die Nordrhein-Westfalen Ferien haben, wird es voll, ist er sicher.

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Dabei haben die Rettungsschwimmer gerade einen besonders arbeitsintensiven Einsatz hinter sich. Für fünf Tage halfen sie bei der Flutkatastrophe an der Elbe mit – jetzt zogen sie Bilanz.

„Die Ortsgruppe stellte einen Bootstrupp mit dem Katastrophenschutzboot Butjadingen sowie einen Führungstrupp“, erklärt Rettungsschwimmer Markus Felske. Acht Retter aus Butjadingen machten sich auf den Weg ins Krisengebiet. Ihr Einsatzort war Darchau im Landkreis Lüneburg. „Wir haben einen 50 Kilometer langen Abschnitt des Flusses betreut“, sagt Markus Felske. Die Leitung des zeitweise 150 Einsatzkräfte umfassenden Wasserrettungszuges hatte der Butjadinger Zugführer Cord Janßen inne.

Ihm waren neben dem Wasserrettungszug Oldenburg Nord auch die Züge aus Lüneburg und Hildesheim unterstellt. Zu den Aufgaben zählte das Absichern der Deichbaustellen, außerdem gehörten regelmäßige Kontrollfahrten auf der Elbe dazu, bei denen die Helfer die Deiche von der Wasserseite aus auf Beschädigungen und Absackungen überprüften.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Bergen von Treibgut, das an den aufgeweichten Deichen großen Schaden anzurichten drohte. Die Butjadinger Retter arbeiteten rund um die Uhr im Schichtbetrieb.

Neben Baumstämmen musste auch eine zwölf Meter lange Landungsbrücke aus der Elbe geholt werden. Die Bundeswehr unterstützte die Butjadinger dabei mit schweren Amphibienfahrzeugen. Wie wichtig ihr Einsatz ist, zeigte auch ein Vorfall im vergangenen Jahr, bei dem ein 44-jähriger Tourist ums Leben kam. Der Mann aus Wuppertal war im Fedderwarder Priel vor Burhave ertrunken (die NWZ  berichtete).

Die Retter hatten allerdings keine Chance: Der gebürtige Rumäne war alkoholisiert vor dem unbewachten Nordseestrand schwimmen gegangen und konnte nur noch tot geborgen werden.

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Felix Frerichs Nordenham / Redaktion Nordenham
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