Berne „Weder Beförderungen noch Wahlen stehen auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung. Und trotzdem sind Sie alle hier! Sogar eine Person mehr als im letzten Jahr“, lobte Michael Heibült die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Berne.

Genau wie die vielen anderen Gäste war der Fachbereichsleiter zutiefst beeindruckt von dem, was die aktuell 36 aktiven Kameraden neben Einsätzen, Übungen, Lehrgängen, Ausbildung des Nachwuchses oder Brandschutzerziehung mit dem Neubau des Feuerwehrhauses 2016 geleistet haben.

Mindestens 3000 ehrenamtliche Stunden investierten die Ehrenamtlichen in den vergangenen anderthalb Jahren in den Umbau der Sozialräume oder den Abriss und Neubau der maroden Fahrzeughalle. Frustrierende Rückschläge bei den Bauarbeiten gehörten immer wieder dazu, doch davon ließ sich zum Glück niemand entmutigen. Rund acht Wochen später als geplant konnten am 10. Dezember die Einsatzfahrzeuge schließlich Einzug in die neue Halle halten. Rund 1000 Stunden für Restarbeiten stehen noch an. Bei einem Handwerkerlohn von 50 Euro die Stunde habe die Gemeinde so mindestens 200 000 Euro erspart, hieß es in dem bebilderten Jahresrückblick von Ortsbrandmeister Stefan Krings, bei dem neben insgesamt 18 Einsätzen und Übungen auch auf diverse gesellige Aktivitäten der letzten zwölf Monate zurückgeschaut wurde.

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Lob gab es am Freitagabend aber nicht nur für das handwerkliche Geschick, sondern auch für die Einhaltung der festgelegten Schutzziele. Mit weniger als fünf Minuten von der Alarmierung bis zum Ausrücken eines mit mindestens acht Personen besetzten Einsatzfahrzeuges unterbiete die Ortswehr sogar die im Feuerwehrbedarfsplan festgelegte Vorgabe von acht Minuten, erkannten der Fachbereichsleiter und Gemeindebrandmeister Klaus Niekamp die tollen Leistungen an. Um die Zukunft der Ortswehr machen sich beide keine Sorgen. Der mit 33,5 Jahren sowieso schon niedrige Altersdurchschnitt konnte 2016 noch einmal um 1,1 Jahre gesenkt und die Mitgliederzahl um eine Person erhöht werden. 18 Kameraden davon – somit genau die Hälfte – seien Atemschutzgeräteträger.

Zwar gab es an diesem Abend keine Beförderungen, obwohl nach dem arbeitsintensiven Jahr eigentlich das ganze Team eine verdient hätte, wie Krings scherzte. Dafür wurden die Anwärter Daniel Lorenz, Erik von Reeken, Dantes Schwarz und Sören von Reeken nach dem Bestehen ihrer Truppmannprüfungen zu Feuerwehrmännern ernannt und gehören jetzt als vollwertige Einsatzkräfte der Ortswehr Berne an.

„Klein- oder Mittelbrände bleiben nicht klein, wenn man nicht rechtzeitig vor Ort ist“, würdigte Kreisbrandmeister Heiko Basshusen nach den Grußworten der neuen und alten Ratsmitglieder die Arbeit der Ortswehr und ging damit besonders auf den Blitzeinschlag in ein Reetdach ein, bei dem am 28. August 2016 durch das schnelle, gezielte Eingreifen ein Niederbrennen des gesamten Gehöfts verhindert werden konnte. Er hoffe außerdem auf das Einsehen der Landesregierung beim geplanten Hochsetzen der Altersgrenze. Statt freiwillige Feuerwehrmitglieder nach dem 63. Lebensjahr im aktiven Dienst zu halten wäre es wesentlich sinnvoller, für mehr Nachwuchs zu werben.

Vor dem Hintergrund zunehmender Übergriffe endete der Abend mit einem Video, das mehr Respekt für alle Rettungskräfte fordert.

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