NORDENHAM Die Amerikaner, die der Nordenhamer Rotary-Club am Montagabend zu Gast hat, bekommen richtig etwas geboten. Abgesprochen ist das Spektakel allerdings nicht, das sich im und vor dem Hotel am Markt abspielt – jedenfalls nicht mit den Gästen im Hotel und im Restaurant. Auch die meisten Angestellten wissen von nichts. Es gibt nur eine Handvoll Eingeweihter. Zu ihnen gehört der Gastronom Rüdiger Gallasch. Er stellt sein Hotel der Nordenhamer Ortswehr als Übungsobjekt zur Verfügung. Und er ist es auch, der 112 wählt.

Feuer im vierten Obergeschoss: Um 19.15 Uhr machen sich die Nordenhamer Brandbekämpfer von der Feuerwache in Friedrich-August-Hütte aus auf den Weg. Vier Minuten später treffen sie mit Martinshorn auf dem Marktplatz ein. Auch sie wissen zunächst nicht, dass es sich nur um eine Übung handelt, und dass ganz oben unter dem Dach eine Nebelmaschine zischt.

Inzwischen ist das gesamte Hotel geräumt. Die Rotarier und alle anderen Gäste stehen draußen. Aus einem Fenster dringen Rauchschwaden. Mehrere Personen sollen hier eingeschlossen sein. Schläuche werden ausgerollt, Atemschutzmasken angelegt, die Drehleiter wird positioniert und ausgefahren. Der Erste, der oben in den Korb steigt, ist Stadtbrandmeister Ralf Hoyer. Auch er gehört zu den Eingeweihten. Genauso wie Christian und Stefan Stahl sowie Peter Bleckert. Sie haben die Übung ausgearbeitet. Und sie schauen ihren Kollegen ganz genau auf die Finger. Ortsbrandmeister Rainer Görries leitet den Einsatz. Die Wasserversorgung steht. Mit Atemschutzmasken ausgestattet, kämpfen sich die Feuerwehrleute in den vierten Stock. Fünf Personen werden aus dem Hotelzimmer befreit. Mitglieder der Jugendfeuerwehr mimen die Verletzten.

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Nach einer Dreiviertelstunde ist der Spuk vorbei. Die 20 Einsatzkräfte der Ortswehr rollen die Schläuche wieder ein. Rainer Görries ist zufrieden: „Es hat alles prima geklappt.“ Christian Stahl pflichtet ihm bei. „Der erste Eindruck ist wirklich gut.“ Kleinigkeiten kommen später bei der Nachbesprechung auf den Tisch. Auch Ralf Hoyer hat nichts zu beanstanden. „Im Ernstfall“, sagt er, „wären aber noch mehr Ortswehren zum Einsatz gekommen.“ Einen besonderen Dank richtet der Stadtbrandmeister an Rüdiger Gallasch. Ein ganzes Hotel für Übungszwecke räumen zu lassen, ist schließlich keine Selbstverständlichkeit. Die Gäste nehmen’s gelassen. So ein Programm bekommen sie schließlich nicht alle Tage geboten.

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Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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