Südbollenhagen Wochenlang kein Regen, der Bollenhagener Moorwald ist völlig vertrocknet. Ein Feuer bricht aus, Menschen schreien im Wald. Und dann kommt noch ein schwerer Unfall mit einem Güllefahrzeug und Pkw dazu. – Das war das anspruchsvolle Szenario für eine Großübung, die alle sechs Züge der Kreisfeuerwehrbereitschaft Wesermarsch mit insgesamt 190 Einsatzkräften am Samstag beschäftigte.

Bereits um 8 Uhr am Samstagmorgen wurde die Kreisfeuerwehrbereitschaft von der Großleitstelle Oldenburg zu der Übung alarmiert. Das Konzept hatten Kreisbereitschaftsführer Hartmut Schierenstedt und sein Stellvertreter Thomas Hülsebusch ausgearbeitet. Die Einsatzbefehle kamen von der Einsatzleitung, die auf dem Gelände der Zimmerei von Christian Albers in Südbollenhagen ebenso stationiert war wie die Feldküche der Kreisfeuerwehr. Einsatzleiter war der Jader Gemeindebrandmeister Thomas Grimm.

Bis zum Nachmittag wurden die gestellten Aufgaben durch die Kameraden abgearbeitet. Übungsleiter Hartmut Schierenstedt äußerte sich zufrieden über den Ablauf der Übung, die gute Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte. Zu den stillen Beobachtern zählten der Jader Bürgermeister Henning Kaars, Regierungsbrandmeister Dieter Schnittjer und Kreisbrandmeister Heiko Basshusen.

Für die Übung wollte ein Jäger auf seinem Hochsitz plötzlich Rauch im Bollenhagener Wald aufsteigen sehen. Die Böden samt Bewuchs sind ausgedörrt, das Feuer greift um sich. Der Jäger meint auch, Schreie von Menschen zu hören. Er wählt den Notruf 112 und schildert dem Disponenten der Großleitstelle Oldenburger Land (GOL) die Situation. Der Disponent alarmiert den Gemeindebrandmeister der Gemeinde Jade. Einsatzkräfte aus der Gemeinde Jade stehen aktuell aber nicht zur Verfügung, weil sie bereits bei einem Gebäudebrand im Einsatz sind. Also lässt der Gemeindebrandmeister daraufhin die Kreisfeuerwehrbereitschaft Wesermarsch alarmieren.

Laut Einsatzplan war bei dieser Übung zu beachten: Vermutlich ist Menschenleben im Wald in Gefahr und Vegetationsbrandausbreitung ist größeren Ausmaßes. Dazu kommt ein schwerer Unfall an der Bollenhagener Straße, bei dem ein Fahrzeug kopfüber in einem Graben landet.

Nach der Erkundung der Lage gehörte das Herstellen der Löschwasserversorgung aus den Löschwasserbrunnen und aus offenen Gewässern, so auch aus der Dornebbe, zu den gestellten Aufgaben. Die Brandbekämpfung erfolgte aus mehreren Rohren. Rund 2500 Meter Schläuche mussten hierfür über die langen Wegstrecken durch das Gelände verlegt werden. Dabei leistete der Schlauchwagen SW 2000 gute Dienste. Bewährt hat sich bei der Löschwasserversorgung über lange Wegstrecken auch der neue Sammelbehälter, der fünf Kubikmeter Löschwasser aufnehmen kann. Das Übungsziel wurde innerhalb kürzester Zeit voll erreicht.

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