Stollhamm Für die Kameraden der Feuerwehr Stollhamm war 2018 ein arbeitsreiches Jahr. Das berichtet Ortsbrandmeister Gerhard Hennicke während der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Huus an’n Siel. 2018 war aber auch ein erfolgreiches Jahr – nicht zuletzt im Hinblick auf eine ungewöhnliche Aktion zur Gewinnung neuer Mitglieder.

Die Brandschutztätigkeit der Stollhammer Wehr umfasste laut Bericht des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Sascha Becker 35 Alarmierungen, zu denen die Kameraden ausrücken mussten. Gestiegen sei insbesondere die Anzahl der Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen – von fünf im Jahr 2017 auf 12 im vergangenen Jahr.

Auch bei den Wasserrettungen gab es einen Anstieg – von vier auf zehn solcher Einsätze. Die Feuerwehr unterstützte die Butjadinger DLRG sowie die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger unter anderem bei einer dramatischen Rettungsaktion, die nötig war, nachdem das Wasser im Fedderwarder Priel einem Mann und seinen Kindern den Rückweg zum Land versperrt hatte. Für Kopfschütteln sorgt bei der Wehr noch immer ein Rettungseinsatz im Oktober, bei dem sich die aus dem Watt aufgelesenen Wanderer später über ihre Rettung beschwerten.

Die Statistik der Stollhammer Wehr weist auch sechs Brandeinsätze sowie mehrere technische Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen aus. Zudem rückten die Kameraden zu zwei Einsatzübungen aus. In Erinnerung geblieben ist den Butjentern nicht zuletzt eine nächtliche Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft, bei der ein Zugunglück in Berne simuliert wurde.

Viel Energie hat die Wehr in eine Aktion zur Gewinnung neuer Mitglieder gesteckt: Die Brandschützer verteilten an Haushalte Flaschen mit Löschwasser und machten so auf ihre angespannte Personalsituation aufmerksam. Die Aktion war erfolgreich. Gerhard Hennicke teilte mit, dass die Einsatzabteilung wieder über 25 Mitglieder verfüge. Neue Mitstreiter seien aber weiterhin willkommen.

Glücklich sind die Brandschützer darüber, dass die Gemeinde 2018 für Stollhamm einen neuen hydraulischen Rettungssatz angeschafft hat, der bei Verkehrsunfällen zum Einsatz kommt. Die Stollhammer Wehr ist die erste in Butjadingen, die auf Rettungsgeräte mit Akkutechnik setzt.

Bürgermeisterin Ina Korter zeichnete Kai Kiebitz und Peter Borgmann für ihre 25-jährige Mitgliedschaft aus. Dirk Tölch erhielt für seinen besonderen Einsatz als Gerätewart und seine Tätigkeit als Ausbilder der Kreisfeuerwehr von Kreisbrandmeister Heiko Basshusen die Verdienstmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes.

Derweil sprach Gemeindebrandmeister Frank Linneweber, der die Stollhammer für ihre Einsatzbereitschaft lobte, Beförderungen aus. So wurde Stephan Kluth vom Feuerwehrmannanwärter zum Feuerwehrmann befördert. Markus Felske hat nun den Dienstgrad des Hauptlöschmeisters und Malte Tönjes den des Löschmeisters.

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