Berne „Hilfe, rettet Luigi!“, ruft jemand flehend aus einem Fenster der vierten Büroetage auf der Fassmer-Werft in Berne. Wie sich jedoch für die angerückten Einsatzkräfte der Ortswehren Warfleth, Hekeln und Weserdeich schnell herausstellen wird, ist Luigi nicht der einzige Vermisste. Fünf weitere hilflose Personen warten ganz oben in dem völlig verqualmten Neubau auf ihre Rettung.

Innerhalb kürzester Zeit fahren sechs Einsatzfahrzeuge unter den wachsamen Blicken des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters Herbert Meyer und des Warflether Ortsbrandmeisters Ulf Drogi (Organisator) auf das Firmengelände.

Während ein Teil der Feuerwehrleute zur Unterstützung des Tanklöschfahrzeuges eine Saugleitung zur Weser legt und den Hochleistungslüfter in Stellung bringt, bahnt sich ein dreiköpfiger Atemschutztrupp seinen Weg durch das enge Treppenhaus zu den Opfern – eine Aufgabe, die in voller Montur mit Druckluftflaschen auf den Rücken, Atemschutzmasken und wenig Sicht eine echte Herausforderung bedeutet.

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Dafür, dass keinem Atemschutzgeräteträger etwas passiert, ist Detlef Dierßen zuständig; er dokumentiert genau, welcher Kamerad wie lange am Brandherd im Einsatz ist.

Nikolai und Holger Bruns bilden neben Dierßen wartend den Notfallrettungstrupp, der bei einem Ernstfall sofort den Einsatzkräften zur Hilfe eilen wird.

Kaum sind die sechs Opfer geborgen, wartet mit einem – fiktiv – zusammengebrochenen Atemschutzträger eine weitere Person auf Rettung, so dass auch das Vater-Sohn-Gespann Dierßen noch zum Einsatz kommt. Zum Glück erlangt die Einsatzkraft, nachdem sie aus der Gefahrenzone gezogen war, schnell wieder das Bewusstsein. Die vier Etagen hinab ins Freie kann der Feuerwehrmann aus eigener Kraft bewältigen – im Gegensatz zu einem Teil der anderen Opfer.

Zum Glück handelt es sich bei dem Szenario also nicht um einen Ernstfall, sondern um eine der beiden jährlichen Zugverbandsübungen, zu der ausnahmsweise auch die Retter aus Weserdeich angefordert worden sind.

Am Ende ist Herbert Meyer sehr zufrieden mit dem, was er gesehen hat. Gut haben die 30 Einsatzkräfte der drei Ortswehren zusammengearbeitet. Aber auch der Einsatz des erstmalig genutzten Rauchvorhangs, die Freihaltung des Treppenhauses von Rauch durch den Hochdrucklüfter und vor allen Dingen die Menschenrettung sind sehr gut abgelaufen, lautet das Fazit des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters.

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