FRIEDRICH-AUGUST-HüTTE FRIEDRICH-AUGUST-HÜTTE - Die Feuerwehr befinde sich „voll und ganz im Umbruch“, fasste Kreisbrandmeister Werner Zirk die Reformbemühungen im Feuerwehrwesen zusammen. Zirk war Gastredner bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Nordenham. In seiner 45-minütigen Ansprache bilanzierte er Vor- und Nachteile einer angedachten Zentralisierung der Leitstellen zu Landkreis übergreifenden Einrichtungen und informierte über die vorgesehene Einrichtung des digitalen Funks.

Wie auch bei den anderen Ortsfeuerwehren wurde das zum Jahreswechsel entbrannte Thema der Schließung von Ortsfeuerwehren diskutiert. In Nordenham gewann der Disput an Schärfe: Stadtbrandmeister Ralf Hoyer verdeutlichte, dass er eine Reduzierung der Ortswehren kategorisch ablehnt. Ulf Riegel, Vizebürgermeister und Vorsitzender des Feuerwehrausschusses, kommentierte ausführlich den Hintergrund des Gedankenganges, den der SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Schöckel getätigt hatte. Schöckel habe die Möglichkeiten, Ortsfeuerwehren zu reduzieren, provokativ geäußert. Bezüglich des geplanten neuen Feuerwehrgerätehauses in Phiesewarden meinte Riegel, die Verwaltung führe den Rat auf Kosten der Feuerwehr vor. Wenn der Bau im Frühjahr nicht beginne, müsse ein „Machtwort“ gesprochen werden, sagte er.

Der städtische Fachdienstleiter Rudolf Müller wies die Aussagen zurück: Alle Pläne zum Bau des Gerätehauses seien im Einvernehmen mit der Feuerwehr abgesprochen worden, strittig sei allein der Bürgerraum gewesen, dessen Finanzierung angesichts der Haushaltslage fraglich war. Müller betonte, dass keinerlei Pläne vorliegen würden, eine Ortswehr zu schließen.

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Kreisbrandmeister Zirk warnte davor, am „größter Kapital der Bürger“ zu rütteln und damit die Sicherheit der Menschen zu gefährden. Er erkläre sich Schöckels Ansinnen mit dem „Forschungsdrang eines Lehrers“. Schöckel werde aber erkennen, dass das nicht der rechte Weg sei.

Zuversichtlich zeigte sich Nordenhams Ortsbrandmeister Rainer Görries in seinem Jahresbericht. Er dankte Rat und Verwaltung für die Unterstützung und hofft nunmehr auf weitere Förderung. Die Feuerwehrmänner leisteten im vergangenen Jahr 11 853 Stunden Dienst. Auf jeden der 54 aktiven Mitglieder entfielen 223,6 Stunden freiwillige Arbeit. Görries hatte im vergangenen Mai die Nachfolge von Ortsbrandmeister Peter Bleckert angetreten.

In diesem Jahr hatten die Feuerwehrleute die Aufgabe, den stellvertretenden Ortsbrandmeister neu zu wählen. Die Amtszeit von Uwe Qualek endet im Sommer: Die große Mehrheit stimmte in geheimer Abstimmung für den bisherigen Stellvertreter, der damit auch nach dem Sommer in der Ortswehrführung verbleibt.

Zum Ende der dreistündigen Versammlung sprach Stadtbrandmeister Hoyer Beförderungen aus. Nach dem erfolgreich absolvierten Grundlehrgang wurden die Anwärter Jens Franciskowski, Sebastian Bleckert und Fabian Busch zu Feuerwehrmännern und Jana Kutschenreuter sowie Frauke Höster zu Feuerwehrfrauen ernannt. Den Feuerwehrmann Stefan Onken beförderte der Stadtbrandmeister zum Oberfeuerwehrmann, Benjamin Fest ist jetzt Hauptfeuerwehrmann.

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