Stadland Jetzt ist die nächste Instanz dran: Am Freitag, 8. Juli, befasst sich das Landgericht Oldenburg mit den Betrugsvorwürfen gegen eine Stadlander Arztwitwe.

Wie berichtet, hatte das Amtsgericht Nordenham die 67-Jährige am 13. Januar wegen gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betrugs zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Doch die Witwe akzeptierte das Urteil nicht und legte Berufung ein.

Das Amtsgericht sah es als erwiesen an, dass die Frau ihren 77-jährigen Mann dabei unterstützt hatte, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Pflegegeld der Stufe 3 zu kassieren. Er hatte seit Herbst 2011 insgesamt 26 500 Euro Pflegegeld bekommen. Die Sache fiel auf, als der Arzt am 20. Oktober 2014 bei einem Polizeieinsatz in seinem Haus getötet wurde. Die Ehefrau hatte die Polizei herbeigerufen, weil sie sich von ihrem Mann bedroht fühlte. Als der Arzt mit Schreckschusspistolen, die nicht als solche zu erkennen waren, erschien, feuerte ein 24-jähriger Polizist die tödlichen Schüsse ab.

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Nach diesem Einsatz stellte sich heraus, dass der Arzt in Pflegestufe 3 eingruppiert gewesen war. Das wunderte einen Polizeibeamten aus Rodenkirchen nicht wenig, der den Arzt erst wenige Wochen zuvor auf dem Fahrrad gesehen hatte. Der Beamte löste die Ermittlungen aus, die zu dem Gerichtsverfahren führten.

Vor dem Amtsgericht sagten Nachbarn aus, den Arzt auf dem Fahrrad oder bei der Gartenarbeit gesehen zu haben. Einmal war er sogar allein zu einer Fachtagung nach Salzburg geflogen, um dort zu referieren. Dabei setzt Pflegestufe 3 eine Schwerstpflegebedürftigkeit voraus, die bei Patienten häufig mit Bettlägerigkeit einher geht.

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