Ovelgönner Pferdemarkt
Vergewaltigung auf dem Volksfest

Der Vorfall soll sich bereits in der Nacht zum 2. September zugetragen haben. Die Ermittlungen dauern noch an, der Täter wird gesucht.

Bild: Hans-Carl Bokelmann
Der 388. Ovelgönner Pferdemarkt ist längst Geschichte. Doch jetzt sorgt die Strafanzeige eines sexuellen Übergriffs für Diskussionen.Bild: Hans-Carl Bokelmann
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Ovelgönne Der 388. Ovelgönner Pferdemarkt ist längst vorüber. Doch im Nachhinein sorgt ein Vorfall, der sich bereits in der Nacht zum 2. September auf dem Volksfest mitten im Burgdorf zugetragen hat, für große Betroffenheit. Die Polizei Brake hat am Mittwochnachmittag in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg auf Anfrage der NWZ bestätigt, dass es auf dem Ovelgönner Pferdemarktes zu einer bereits vor Ort angezeigten Vergewaltigung einer 17-jährigen Frau gekommen ist. Tatzeit war die Nacht zu Sonntag, 2. September, gegen 1.45 Uhr. Tatort war ein dunkles Gartengelände an der Kegeler Straße.

Noch in der Tatnacht waren umfangreiche polizeiliche Ermittlungen erfolgt, die jedoch nicht zur Identifizierung des Tatverdächtigen geführt hatten. Auf Basis der Tatbefundaufnahme und einiger Befragungen sind die Ermittlungen an den Folgetagen fortgesetzt worden.

Aus Gründen des Opferschutzes und um vorhandene Hinweise nicht zu gefährden, ist die Polizei bislang mit der Tat nicht an die Öffentlichkeit gegangen.

Eine Spur hatte unter anderem nach Nordenham geführt, wo ein Verdächtiger überprüft wurde. Dieser Mann konnte allerdings eindeutig ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen dauern aktuell an.

Der 388. Ovelgönner Pferdemarkt war vom 1. bis zum 3. September gefeiert worden. In der Abschlussbesprechung zum Volksfest am 6. September hatte die Polizei die Anzeige eines sexuellen Übergriffs verschwiegen.

Umfassend wurde dagegen in einer Pressemitteilung auf Platzverweise nach Alkoholexzessen und andere Rohheitsdelikte eingegangen und betont, den Jugendschutz auf dem Ovelgönner Pferdemarkt in Zukunft noch weiter zu stärken. Ovelgönnes Bürgermeister Christoph Hartz war von der Polizei adhoc nicht über den Vorfall im Burgdorf informiert worden. Erst auf Nachfrage am Pferdemarktmontag wurde ihm von der Polizei bestätigt, dass ein sexueller Übergriff angezeigt worden sei.

Hartz, seit 2014 Bürgermeister der Gemeinde Ovelgönne und über Jahrzehnte selbst Polizeibeamter, betonte, dass er die Pressearbeit der Polizei keinesfalls kritisieren wolle. Aus seiner persönlichen Sicht hätte er es allerdings durchaus befürwortet, wenn die Anzeige eines sexuellen Übergriffs auf der Abschlussbesprechung zum 388. Ovelgönner Pferdmarktes zumindest thematisiert worden wäre.

„Ich bin dafür, so etwa mit offenem Visier anzugehen“, sagte Hartz, der nicht davon ausgeht, dass das Sicherheitskonzept auf dem Ovelgönner Pferdemarkt aufgrund der Strafanzeige umgestellt werden muss. „Auf großen Festen mit Alkohol im Spiel kann so etwas immer passieren. Dennoch werden wir seitens der Gemeinde Ovelgönne auch in Kooperation mit der Stadt Brake alles daransetzen den Jugendschutz weiter zu stärken“, sagte Hartz.

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