NORDENHAM Große Aufregung im Großensieler Hafen: Ein Ponton hat sich vom Kai losgerissen, ist dabei leck geschlagen und hat Öl verloren. Am Nordenhamer Strand droht eine Ölpest. Sofort rückt der Ortsverband Nordenham des Technischen Hilfswerks (THW) aus, um eine Ölsperre einzurichten. Das einzig Gute an der Situation: Es ist nur eine Übung.

Zum dritten Mal veranstaltete der Ortsverband ein Wochenende zur Ausbildung seiner Jugendlichen. Diesmal sollten die Jugendlichen ihr neues Wissen im Umgang mit technischem Gerät und zu den Unfallverhütungsvorschriften in der Praxis anwenden. Drei Tage dauerte das Übungswochenende, bei dem die Kinder und Jugendlichen in verschiedene Gruppen eingeteilt wurden und auch eigene Einsatzfahrzeuge selbstständig verwalten durften.

Die Betreuer dienten ausschließlich als Berater und nahmen Sonderfunktionen wie die eines Kraftfahrers wahr.

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Der erste Alarm wurde am Freitagabend ausgelöst. Im Gewerbegebiet Wesertunnel musste der THW-Nachwuchs nach Vermissten suchen sowie Verletzte versorgen, betreuen und für den Transport ins Krankenhaus vorbereiten. Dabei bauten sie auch die Beleuchtung auf.

Ölsperre gesetzt

Am nächsten Morgen um 7 Uhr lief der Alarm aus dem Großensieler Hafen auf. Hier mussten sie den abgetriebenen Ponton sichern, das eingelaufene Wasser abpumpen, eine Ölsperre setzen, das Öl auf dem Wasser bekämpfen und zwei Vermisste suchen.

Doch offensichtlich waren die jungen Helfer etwas zu spät gekommen, denn ein Teil des Öls war aus dem Hafen ausgelaufen und etwas weiter stromabwärts an den Strand gespült worden. In Höhe des Union-Piers mussten die Helfer die Ölflecken – dargestellt durch Torf – abtragen. Dazu mussten sie zunächst den verschmutzten und den sauberen Teil des Strandes voneinander trennen.

Für diese Übung bekamen die Nachwuchshelfer einen großen Kranwagen und Sammelboxen, in denen das angebliche Öl abtransportiert wurde.

Diese beiden Übungen waren von großer Bedeutung, weil die Bekämpfung von Ölschäden zu den wichtigsten Aufgaben des THW in Nordenham gehört.

Kaum war der Strand wieder sauber, lief der nächste Alarm auf: Gasexplosion bei Quaritsch an der Neptunstraße! Auch hier mussten die jungen Helfer zunächst im Gebäude eine Beleuchtung aufbauen, ehe sie daran gehen konnten, Vermisste zu suchen und ihnen Erste Hilfe zu leisten. Dazu mussten sie auch eine Sammelstelle für Verletzte einrichten.

Unfall auf der Neptunstraße

Kaum waren sie dort fertig, mussten sie – nachts um 2 Uhr – an der Neptunstraße bei einem Verkehrsunfall eingreifen, die Unfallstelle absichern, Erste Hilfe leisten, die Beleuchtung aufbauen und die Verletzten aus ihren Autos holen.

vom THW Nordenham nahmen an der Übung teil. Dazu kamen Junghelfer aus dem Ortsverband Emden, zu dem das THW Nordenham seit Jahren eine Freundschaft unterhält.

wurde die mehrteilige Übung vom THW-Öffentlichkeitsarbeiter Matthias Wittje, den Truppführern Ingo Ostwald und Christian Beck, dem Gruppenführer Frank Petzke und dem Helfer Rene´ Büsing.

aus Schwei versorgte die insgesamt 55 THW-Helfer während der Übung mit Essen.

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