Nordenham /Oldenburg Wegen besonders schweren Raubes hat das Oldenburger Landgericht am Montag einen 33 Jahre alten Mann aus Nordenham zu einer Gefängnisstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt. Darüber hinaus ordnete die Kammer unter dem Vorsitz von Richter Horst Kießler die Unterbringung des drogenabhängigen Angeklagten in einer geschlossenen Entziehungsanstalt an.

Der Angeklagte hatte am 13. Oktober vorigen Jahres in Nordenham eine Spielothek überfallen. Er war maskiert und mit einem 20 Zentimeter langen Küchenmesser bewaffnet in das Gebäude gestürmt und hatte unter Drohung mit dem Messer eine Angestellte zum Öffnen der Schublade gezwungen. Der Täter konnte 1000 Euro erbeuten. Das Opfer ist bis heute traumatisiert. Gestern konnte die Frau nur im Beisein ihres Ehemannes als Zeugin aussagen.

Zum Schluss ihrer Aussage ergriff der Angeklagte das Wort. Zur Zeugin sagte er, dass er das alles nicht gewollt habe. Er wolle sich entschuldigen. Die Zeugin reagierte aber nicht darauf. Zu schmerzhaft sind bis heute noch die Erinnerungen an den Überfall.

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Der Angeklagte hat am Montag ein umfassendes Geständnis abgelegt. Für die brutale Tat machte er seine Drogensucht verantwortlich. Seit seinem 17. Lebensjahr konsumiert der Nordenhamer Drogen, darunter auch Heroin.

Mehrere Therapien hat der einschlägig vorbestrafte Angeklagte, der bereits wegen schweren Raubes im Gefängnis saß, mittlerweile hinter sich. Genutzt hat es nichts. Vor Jahren war schon einmal seine Unterbringung in einer geschlossenen Entziehungsanstalt angeordnet worden. Die Maßnahme hat der Angeklagte auch recht positiv hinter sich gebracht. Doch dann wurde er wieder rückfällig. Immer, wenn er in einer Krise steckt, greift er zu den Drogen. Das letzte Mal war es der Umstand, dass seine Lebensgefährtin ihn verlassen hatte. So gehe das nicht weiter, sagte Richter Horst Kießler.

Der Angeklagte soll nun noch eine letzte Chance bekommen. Obwohl schon einmal die kostspielige teure Unterbringung in der geschlossenen Entziehungsanstalt angewiesen worden war, wurde sie am Montag erneut angeordnet. Aufgrund seiner Drogensucht zur Tatzeit billigte die Kammer dem Angeklagten eine verminderte Schuldfähigkeit zu.

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