Nordenham Mit diesem großen Vertrauensbeweis hatten sie nicht gerechnet: Im Frühjahr haben ihre Kameraden jeweils einstimmig Jan-Dirk Balz zum neuen Nordenhamer Ortsbrandmeister und Tobias Bühring zum neuen stellvertretenden Feuerwehrchef gewählt. Darüber haben sich beide sehr gefreut, weil das zeigt: Sie haben Rückhalt in der Feuerwehr-Mannschaft. Und das ist für sie das Wichtigste. „Ohne gute Mannschaft geht’s nicht“, sagt Tobias Bühring. „Wir können nur so gut sein, wie unsere Mannschaft ist“, bestätigt Jan-Dirk Balz.

Sechsjährige Amtszeit

Am 1. Juni haben sie ihre sechsjährige Amtszeit angetreten. Sie sind sehr froh über die gut funktionierende Ortswehr. Auch feuerwehrtechnisch ist die Ortswehr Nordenham auf einem guten Stand. Das macht ihnen die Übernahme der Führungsverantwortung viel leichter. Sie möchten gerne das von ihren Vorgängern Erreichte weiterführen.

direkte Nachbarn der Nordenhamer Feuerwache

Jan-Dirk Balz ist gebürtiger Nordenhamer. Der 37 Jahre alte ausgebildete Indus-triemechaniker und staatlich geprüfte Maschinenbautechniker arbeitet als Meister in der Fertigung im Einswarder Werk von Premium Aerotec. Der verheiratete Vater einer elf Jahre alten Tochter hatte zehn Jahre lang aus beruflichen Gründen bei der Feuerwehr pausiert. Seit Februar 2015 ist er wieder aktiv. Sein Arbeitskollege und damaliger Ortsbrandmeister Christian Stahl hatte ihn dazu ermuntert. Im Dezember 2017 wurde er einer der Gruppenführer. Zudem war er Pressesprecher. „Wenn man einmal Feuerwehr-versessen war, kommt man davon nicht los, erst recht, wenn man wie ich in Nachbarschaft eines Feuerwehrhauses wohnt“, schmunzelt Jan-Dirk Balz.

Auch Tobias Bühring wohnt in direkter Nachbarschaft der Feuerwache an der Strehlener Straße. Der 29 Jahre alte gebürtige Nordenhamer ist verheiratet. Der gelernte Fluggerät-Mechaniker arbeitet in der Fertigungssteuerung von Premium Aerotec. Mit seinen Eltern hatte er in Esenshamm gewohnt, war 2001 in die Jugendwehr Abbehausen eingetreten und 2004 in die aktive Esenshammer Wehr. Er war als Betreuer in der Jugendwehr Abbehausen und für die Kinderfeuerwehr tätig. Seit 2016 ist er stellvertretender Leiter des Umweltzuges Wesermarsch, seit 2016 Gruppenführer und seit vergangenem Jahr stellvertretender Leiter der Gefahrgutgruppe der Feuerwehr Nordenham.

Dabei muss das neue Führungsduo auch viel Verwaltungsarbeit leisten, weil die Ortswehr Nordenham die größte der sieben Nordenhamer Ortswehren und Schwerpunktfeuerwehr ist – als einzige ausgestattet mit einer Drehleiter. Die Zahl der Mitglieder liegt bei 106. Davon 50 sind in der Einsatzabteilung aktiv.

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Für Jan-Dirk Balz und Tobias Bühring kommt es vor allem darauf an: den Zusammenhalt in der Wehr bewahren helfen, so dass weiterhin alle miteinander auskommen. Und: die Pflichten im Blick behalten und das bereits hohe Leistungsniveau der Ortswehr halten.

Der 37-jährige Jan-Dirk Balz hat als neuer Ortsbrandmeister die Nachfolge des 33-Jahre alten Christian Stahl angetreten, der bereits im Alter von 27 Jahren Ortsbrandmeister geworden war und seit 1. Januar Vize-Stadtbrandmeister ist.

Der neue stellvertretende Ortsbrandmeister Tobias Bühring ist 29 Jahre alt und hat die Nachfolge von Rolf Kutschenreuter (61) angetreten, der aus Altersgründen nicht wieder kandidiert hatte.

Erfreulicherweise habe die Nordenhamer Feuerwehr keine Nachwuchsprobleme. Aber das Umfeld für ehrenamtliche Feuerwehrarbeit werde schwieriger, sagt das neue Führungsduo. Denn viele ehrenamtlich Tätige seien nicht mehr so ortsgebunden wie früher. Neue Freizeitmöglichkeiten seien gefragt. Die Arbeitswelt verändere sich. Viele seien außerhalb ihres Wohnortes berufstätig.

Daher ist das neue Führungsduo froh, dass seit 1. März die Stadtverwaltung jeweils eine Fachfirma zur Beseitigung der Ölspuren in der Stadt beauftragt. Lediglich bei auslaufenden Betriebsstoffen nach Verkehrsunfällen oder Eintritt in Kanalisation und Gewässer wird nach wie vor die Feuerwehr alarmiert.

Entlastung für Freiwillige

Die Zahl der Ölspureinsätze der Nordenhamer Wehr betrug im vergangenen Jahr 22. Im Jahr davor waren es etwa 40. Dabei handelt es sich um eine Aufgabe, für die die Feuerwehr eigentlich gar nicht zuständig ist. Zudem kann Arbeitgebern nicht länger zugemutet werden, dass es dadurch zu Personalausfällen kommt.

Nach Einschätzung von Jan-Dirk Balz und Tobias Bühring ist ganz wichtig, dass es reizvoll bleibt, zur Feuerwehr zu kommen. Jan-Dirk Balz betont: „Man darf den Spaß an der Sache nicht verlieren und auch nicht den Zusammenhalt wie in einer großen Familie.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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