Nordenham Die Hosen und Jacken, die die Nordenhamer Feuerwehrleute bei Einsätzen tragen, bieten optimalen Schutz. Für diejenigen, die von innen einen Brand bekämpfen, ist dieser Schutz zwingend erforderlich. Für alle anderen ist er aber zu viel des Guten. Die Einsatzbekleidung wiegt mehrere Kilo. Wer sie im Sommer trägt, kommt schon beim Ausrollen von Schläuchen sehr schnell ins Schwitzen und aus der Puste. Das ist unangenehm und vor allem unnötig, finden Stadtbrandmeister Ralf Hoyer und sein Stellvertreter Christian Stahl.

Zwei Lagen reichen

Ralf Hoyer sagte bei der jüngsten Sitzung des städtischen Feuerwehrausschusses, dass er alle rund 200 Feuerwehrleute in den sieben Ortswehren in den nächsten beiden Jahren mit einer neuen Einsatzbekleidung ausstatten will. Statt der vierlagigen und entsprechend schweren Jacken und Hosen, die sie bisher tragen, sollen die Brandbekämpfer zweilagige Bekleidung bekommen. Die reicht in der Regel, wenn die Feuerwehr zu technischen Hilfeleistungen ausrückt. Und sie sei auch bei Brandeinsätzen ausreichend für die Brandbekämpfer, die nicht unter schwerem Atemschutz in die Gebäude hinein müssen. Die Belastung für die Einsatzkräfte soll so gering wie möglich gehalten werden. „Es geht um die Gesundheit der Kameraden“, sagt Ralf Hoyer. Und er geht davon aus, dass die Stadt mit dem neuen Bekleidungskonzept langfristig sogar Geld spart. Kurzfristig kostet es natürlich Geld – insgesamt rund 200 000 Euro.

Natürlich wird auch weiterhin die vierlagige Bekleidung benötigt – allerdings nicht in 200-facher Ausfertigung. Jacke und Hose kosten rund 750 Euro. Für die zweilagige Variante rechnet der Stadtbrandmeister mit 550 Euro pro Feuerwehrkraft.

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Bevor der Wunsch der Nordenhamer Feuerwehr in Erfüllung gehen kann, muss sich der Stadtrat in seinen Haushaltsberatungen damit beschäftigen. Und dass die Wunschliste der Feuerwehr kein Selbstläufer ist, hat der Stadtbrandmeister bereits erfahren, bevor sie überhaupt begonnen haben. Ralf Hoyer hält die Neuanschaffung eines Mehrzweckbootes für zwingend erforderlich. Ursprünglich waren dafür 55 000 Euro im Haushaltsplanentwurf vorgesehen. Inzwischen taucht dieser Posten dort gar nicht mehr auf. „Das hat uns schon verwundert“, sagt der Stadtbrandmeister. Nach seinen Worten ist das Mehrzweckboot inzwischen abgängig. „Es ist 40 Jahre alt, das Material ist spröde geworden.“ Der Stadtbrandmeister empfiehlt, eine Neuanschaffung nicht auf die lange Bank zu schieben. „Je länger wir damit warten, desto teurer wird es.“

Neue Fahrzeuge

Dickster Brocken auf der Liste der geplanten Neuanschaffungen ist ein Hilfeleistungslöschfahrzeug für die Ortswehr Nordenham, das rund 375 000 Euro kostet. Hinzu kommt ein Abrollbehälter für Umweltschaden- und Gefahrguteinsätze (120 000 Euro). Auch einen neuen Einsatzleitwagen (100 000 Euro) halten Ralf Hoyer und Christian Stahl für erforderlich. Das jetzige Fahrzeug sei zu klein und entspreche nach 20 Jahren nicht mehr dem Stand der Technik. „Wir müssen aber in der Lage sein, bei Großschadensanlagen vernünftig zu leiten“, sagt Ralf Hoyer.

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Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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