Nordenham Die Nordenhamer Justizvollzugsanstalt (JVA) ist ein recht ruhiges und gemütliches Gefängnis – etwas idyllisch gelegen hinter dem Amtsgericht, in netter Nachbarschaft zum Gymnasium, mit Blick auf den Hochzeitsweg. „Eine kleine, schnuckelige Abteilung, eine kleine Besonderheit,“ sagt Diplompädagogin und Vollzugsabteilungsleiterin Kai Barkemeyer.

Das „Mutterhaus“, die sogenannte Hauptanstalt mit 300 Haftplätzen für männlichen Gefangene in Untersuchungshaft und Strafhaft in Oldenburg, habe ein ganz anderes Sicherheitserfordernis als die JVA Nordenham. Dort gebe es viele Reibereien zwischen den Häftlingen und zwischen Häftlingen und Personal. Ganz anders hier mit den 40 Plätzen für männliche und sechs Plätzen für weibliche.

„Wir sind bestens vernetzt in unserer Stadt und haben ganz viele Partner,“ sagt Dienstleiter Dirk Jungenitz durchaus mit etwas Stolz. Das Gefängnis in Nordenham ist eine Anstalt für den offenen Vollzug, ein vorübergehendes Zuhause für sogenannte Freigänger. „Die Häftlinge sollen ihre Schritte in die neue Freiheit zwar selber gehen,“ sagt Kai Barkemeyer, „aber wir begleiten sie. Wir versuchen ihnen Arbeit zu vermitteln und helfen ihnen bei der Wohnungssuche.“

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Doch trotz dieser positiven Atmosphäre gibt es natürlich auch in der JVA Nordenham Reibepunkte. Hier regulierend und vermittelnd einzugreifen, ist die Aufgabe eines Beirates. Er wird auf ehrenamtlicher Basis auf Vorschlag von Landkreis und Justizvollzugsanstalt vom niedersächsischen Justizministerium berufen. In den vergangenen Jahren hatte die Aufgabe Kurt Winterboer übernommen. Doch aus Altersgründen legte er jetzt sein Amt nieder. In einer kleinen Feierstunde sagten ihm Kai Barkemeyer und Dirk Jungenitz sowie die diensthabenden Vollzugsbeamten bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen ihren Dank und überreichten einen Blumenstrauß und die obligatorische Urkunde.

Dies war gleichzeitig der Moment, um Kurt Winterboers Nachfolgerin Verena Sievers-Kania zu begrüßen und zu berufen. Für die nächsten vier Jahre wird sie, wie Vollzugsabteilungsleiterin Kai Barkemeyer betonte, „das Bindeglied zur Öffentlichkeit sein und uns ein wenig auf die Finger schauen.“

Und Dienstleiter Dirk Jungenitz fügte an, sie möge, ebenso wie ihre Vorgänger Jan Gerdes, Ina Esche und Kurt Winterboer, auch „einfach mal hier an der Pforte klingeln und mit uns einen Kaffee trinken. Wir müssen nichts heimlich tun, wir brauchen nichts zu verstecken.“ Natürlich hat ein Beirat jederzeit das Recht vorbeizuschauen. Und er hat auch das Recht, mit Häftlingen zu sprechen und die Hafträume zu sehen.

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