Neuenkoop Neuenkoop lebt die interkommunale Zusammenarbeit und ist in der Gemeinde die Ortswehr mit dem höchsten Frauenanteil. Fünf der insgesamt 30 aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr waren am Ende des Dienstjahres 2018 weiblich, hieß es auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend.

Dafür gab es ein dickes Lob von Gemeindebrandmeister Klaus Niekamp – auch wenn sein sich selbst gesetztes Ziel, bis zum Ende seiner Amtszeit 25 Prozent weibliche Retter in den Reihen der Berner Ortswehren zu haben, damit noch nicht ganz erreicht ist. Aber noch ist ja Zeit.

Küchenbrände in Hude, zu denen die Neuenkooper als Verstärkung gerufen wurden, waren in den vergangenen Monaten vier Mal ein Grund für die insgesamt 15 Alarmierungen. Aber auch ein mitten im Feld festgefahrener Rettungswagen, die Notlandung eines Hubschraubers, ein Schornsteinbrand, der Brand eines Reetdachhauses in Altenesch, ein Böschungs- und ein kleiner Flächenbrand, der Brand in einer Huder Absauganlage, eine Personensuche und unklare Hilferufe nachts aus einem Feld, die die Rettungskräfte mehrere Stunden auf Trab hielten, gehörten zu den Einsätzen.

Die Hilferufe kamen von einem festgefahrenen PKW-Fahrer, der von einem Landwirt befreit wurde. Wäre man nicht zufällig auf die Idee gekommen, dort nachzufragen, hätten Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr die Suche nicht abgebrochen, erklärte Ortsbrandmeister Günther Schwarting in seinem Rückblick.

Insgesamt 3288 Stunden kamen bei Einsätzen, Diensten und Ausbildung zusammen. Und Ausbildung, die die Feuerwehrmitglieder auf alle möglichen Gefahren vorbereitet, steht in Neuenkoop alle zwei Wochen auf dem Dienstplan.

Fachbereichsleiter Michael Heibült, der wie Bürgermeister Hartmut Schierenstedt und die Ratsmitglieder Ulrich Lehmkuhl, Heiko Hohnholz, Heike Gloystein und Gerold Hohlen zu den Gästen gehörten, stellte in Aussicht, nach jahrelangem Bemühen der Mitglieder das Neuenkooper Feuerwehrhaus endlich ans Netz anzuschließen und vielleicht noch in diesem Jahr einen Internetanschluss zu ermöglichen.

Ganz anders als der Gemeindebrandmeister, ist der Neuenkooper Ortsbrandmeister nicht überzeugt von dem Computerprogramm „Feuer on“, das den Verwaltungsaufwand erleichtern soll. Anstatt die Einführung des Programms in den Ortswehren zu beginnen, hätte man auf Landes- und Kreisebene starten müssen, hieß es. Schwarting argumentierte, dass es „der Killer der Feuerwehr“ sein könnte.

Eine Freude war es für den stellvertretenden Ortsbrandmeister Sven Bolte, die Feuerwehranwärter Luisa Wellmann und Moritz May nach dem Bestehen der erforderlichen Prüfungen zur Feuerwehrfrau beziehungsweise –mann ernennen zu können.

Die geplanten Beförderungen von Sven Harms zum Oberfeuerwehrmann und von Arnd Hollmann zum Hauptlöschmeister mussten wegen Abwesenheit beider Mitglieder leider verschoben werden.

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