TOSSENS

Die Mitarbeiter leiden auch seelisch. Sie werden psychologisch betreut. TOSSENS/BI - Der Kaufmann Jens Hillers stellt mit sofortiger Wirkung den Postbank-Dienst in seinem Markant-Markt an der Strandallee ein. Das ist eine Folge des brutalen Raubüberfalls auf das Geschäft am Donnerstagabend (die NWZ berichtete).

„Den Brief- und Paketdienst führen wir wie gewohnt weiter“, teilt Hillers mit. Die Postbank-Dienstleistungen muss er, wie berichtet, sowieso zum 31. Juli abgeben. Als Folge des Überfalls sind vier Mitarbeiter für längere Zeit nicht mehr arbeitsfähig – darunter auch die Fachkraft für den Postbankdienst. Eine weitere Kraft ist im Urlaub. Diese große Lücke kann Hillers nicht schließen. Es sei auch nicht sinnvoll, das Bank-Angebot auszusetzen und dann für einige wenige Wochen wiederaufzunehmen, sagt er.

Hillers verweist Postbank-Kunden deshalb auf die Raiffeisen-Warengenossenschaft Ruhwarden, wo Dienstleistungen des Geldinstituts weiter angeboten werden.

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Die drei verletzten Mitarbeiter kurieren ihre Wunden nach wie vor in der Wesermarsch-Klinik aus, sagt Hillers weiter. Noch schlimmer als die körperlichen seien aber die seelischen Verletzungen, die seine Mitarbeiter erlitten haben, betont er. Nicht nur die drei Mitarbeiter, die in der Klinik liegen, sondern auch ein Vierter – er ist mit einer Verkäuferin verheiratet und wurde Zeuge des Überfalls – werden psychologisch betreut. Hillers: „Das haben wir sofort bei der Berufsgenossenschaft beantragt.“

Einer Darstellung der Polizei widerspricht Jens Hillers: Die Verkäuferin, der die Flucht vor den Verbrechern gelungen war, habe nicht den Tresorschlüssel dabei gehabt. „Der Schlüssel lag auf dem Schreibtisch“, sagt Hillers. Die Räuber hätten ihn offenbar nicht gesehen. Die Verkäuferin, betont Hillers, habe ihre Kollegen keineswegs ohne den Schlüssel im Stich gelassen.

„Was wäre wohl passiert, wenn der Verkäuferin nicht die Flucht gelungen wäre“, gibt Hillers zu bedenken.

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