Köterende So leise wurde bestimmt noch kein neues Feuerwehrfahrzeug in Berne willkommen geheißen. Aber in Corona-Zeiten ist eben alles etwas anders.

Ohne große Feier und mit genügend Abstand zum Ortsbrandmeister Mathias Arning und dessen Stellvertreter Matthias Steenken, stellte Bürgermeister Hartmut Schieren-stedt jetzt das neue LF 10-10 der Ortswehr Köterende offiziell in den Dienst. Für ein wenig Feierlichkeit sorgte dabei die Girlande, die eine Nachbarin zuvor gebunden hatte.

Lange Vorplanung

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Vor mehr als zwei Jahren begannen die ersten Planungen für das moderne Löschfahrzeug, das neben der Normbeladung nach DIN, die größtenteils vom Vorgänger übernommen werden konnte, über einen Allradantrieb verfügt. 1100 Liter Wasser passen in den Tank und neun Personen, die während der Fahrt den Atemschutz anlegen können, haben in dem 290 PS starken, von der Firma Schlingmann gebauten 16-Tonner Platz.

An Bord sind außerdem Beleuchtungsmast, Schaumlöscher oder auch Einsatznavi und Rückfahrkamera. Das LF 10-10 gehört mit zum Fachzug 6 der Kreisbereitschaft und löst das fast 40 Jahre alte LF 8 ab. Und das hätte schon vor einem Jahrzehnt ausgemustert werden müssen, wenn die schlagkräftige Truppe es nicht für 6000 Euro mit viel Engagement und guter Pflege so lange am Laufen gehalten hätte, lobte der Bürgermeister. Nun steht der Oldtimer auf dem Betriebshof und wartet auf einen Käufer.

Einen herzlichen Dank an das siebenköpfige Beschaffungsteam gab es vom Bürgermeister aber auch für die finanzielle Punktlandung. So wie für alle anderen neuen Feuerwehrfahrzeuge, hatte die Gemeinde 250 000 Euro für die Anschaffung bereitgestellt. „Mit einem Gesamtpreis von 247 800 Euro, in denen alle Extras enthalten sind, wurde diese Summe sogar leicht unterschritten“, dankte Schieren-stedt für die sehr gute Zusammenarbeit.

Geländetauglichkeit

Diesen Dank gab Mathias Arning gerne an die Verwaltung zurück. Mit dem neuen Fahrzeug sei man für alle Einsatzlagen bestens gerüstet, sagte der Ortsbrandmeister. Im Vorfeld hatte er als Mitglied des Beschaffungsteams jede Menge Fahrzeuge in der Umgebung unter die Lupe genommen. Die Geländetauglichkeit war in dem Wehrbereich mit Mooren und viel Landwirtschaft ein Muss. „Nicht jede Straße ist hier gepflastert“, sagte Arning.

Die Rückfahrkamera mit Einsatznavi, in dem die Koordinaten des Ziels bereits beim Ausrücken von der Leitstelle eingegeben werden, gehört neben vielem anderen hingegen zu den Extras.

5000 Euro spendierte die Öffentliche Landesbrandkasse und 4000 Euro stellte der Förderverein der Ortswehr zur Verfügung.

Als nächstes ist die Feuerwehr Berne dran, deren rund 30 Jahre altes TL 3000 dringend gegen ein neues Einsatzfahrzeug ausgetauscht werden muss. Seit rund zwei Jahren laufen hierzu die Planungen. Aber bis 2022 müsse man sich erfahrungsgemäß mit der Auslieferung gedulden.  Die Jahreshauptversammlungen der Ortswehr Köterende und des Fördervereins werden auf den Sommer verschoben, teilte Mathias Arning abschließend mit.

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