Jaderberg Eine Einsatzübung bei einem Verkehrsunfall mit einem Lkw und Anhänger, mit Gefahrgut beladen, und einem Transporter in der Bahnhofstraße, Abzweigung Jan-Oeltjen-Straße, stand während des jüngsten regulären Dienstabends der Feuerwehren Jaderberg und Jade auf dem Plan.

Bei den realistischen Bedingungen der vom stellvertretenden Ortsbrandmeister Tino Öltjen (Feuerwehr Jaderberg), der auch mehrere Jahre im Umweltzug des Landkreises Wesermarsch tätig war, ausgearbeiteten Übung wurde hier von den 45 Einsatzkräften viel gefordert.

Kurz nach 20 Uhr trafen die ersten Einsatzfahrzeuge der beiden Feuerwehren am Einsatzort ein. Der Jaderberger Ortsbrandmeister Thomas Hülsebusch als Einsatzleiter erkundete mit seinem Team sofort die Lage, stellte aufgrund der am Lkw angebrachten Orangetafel fest, dass der Lkw Gefahrgut geladen hatte, und dass die beiden verletzten Fahrer sich noch in den verunglückten Fahrzeugen befanden.

Sofort ließ der Einsatzleiter den Gefahrenbereich weiträumig absperren und forderte Einsatzkräfte in Vollschutzanzügen an, die die beiden verletzten Fahrer (Übungspuppen), die umgehend medizinisch versorgt wurden, aus den beschädigten Fahrzeugen retteten.

Vollschutzanzüge befinden sich auf dem kreiseigenen Rüstwagen, der in Jaderberg stationiert ist. Mehrere Atemschutzgerätträger standen stets an der Einsatzstelle einsatzbereit.

Auch die Windrichtung, die bei Gefahrguteinsatz sehr wichtig ist, musste beachtet werden. Im Mannschaftstransportwagen (MTW) wurde sofort die Einsatzleitung eingerichtet, die über Funk mit der Großleitstelle, dem Einsatzleiter, den Führungs- und Einsatzkräften am Unfallort ständig in Verbindung war.

Von den Hydranten aus wurde von den Einsatzkräften sofort die Löschwasserversorgung aufgebaut und der Brandschutz für die Unfallfahrzeuge und Nachbargebäude sichergestellt. Inzwischen erfolgte auch die Ausleuchtung der gesamten Einsatzstelle. Am Rande des Gefahrenbereichs wurde von weiteren Einsatzkräften auch eine Dekontaminationsstation hergerichtet, wo die mit Vollschutzanzügen ausgerüsteten Einsatzkräfte nach ihrem Gefahrguteinsatz in der speziell dafür hergerichteten Duschwanne entgiftet werden konnten.

Zwischendurch versuchten einige Einsatzkräfte, auch mal einen Vollschutzanzug anzuziehen, wobei weitere Kameraden behilflich sein müssen. Die Erkundung der Lage, Menschenrettung, Herrichtung der Einsatzleitung, die weiträumige Absperrung der Gefahrgut-Einsatzstelle, Menschenrettung, Brandschutz und die Zusammenarbeit der Feuerwehren waren hier die Hauptaufgaben dieser lehrreichen Einsatzübung.

Das Fazit der Manöverkritik: „Es war eine ganz besondere Übung, alle Übungsphasen wurden von den Einsatzkräften gut abgearbeitet“. Es wurden dabei auch Erfahrungen gesammelt, die für spätere Einsätze von Nutzen sein können.

Die Ortsbrandmeister Thomas Hülsebusch, Jaderberg (Einsatzleitung), und Peter Scholz, Jade, sowie der stellvertretende Ortsbrandmeister Tino Öltjen zeigten sich während der abschließenden Besprechung mit dem Übungsverlauf recht zufrieden und dankten allen Einsatzkräften und auch der Raiffeisen-Warengenossenschaft, die für die Übung einen Lkw zur Verfügung gestellt hatte.

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