Jade /Nordbollenhagen Zuerst ist ein heftiger Knall zu vernehmen. Dann brennt es lichterloh im Wohnbereich des ehemaligen Bauernhauses (früher Lübben) an der Bollenhagener Straße. Von der Großleitstelle Oldenburg werden sofort die Feuerwehren Jade, Jaderberg einschließlich der First Responder, Schweiburg und Südbollenhagen sowie der Rettungsdienst alarmiert.

Auch die Polizei aus Nordenham und Delmenhorst ist an diesem Mittwochabend schnell am Einsatzort und beginnt sofort mit den Brandermittlungen, die aber auch am Donnerstag noch nicht abgeschlossen waren.

Bei dem Brandobjekt handelt es sich um ein 450 Quadratmeter großes Gebäude, das in einen Wohnbereich und einen Stall-/Lagerbereich aufgeteilt ist.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlagen die Flammen bereits aus dem Dach heraus und die geplatzten Eternitplatten werden weit durch die Luft geschleudert.

Binnen weniger Minuten stehen das Dach (Reith und Eternit) sowie das gesamte Gebäude in Vollbrand. Die sechs dort wohnhaften Personen im Alter zwischen drei und 37 Jahren bleiben glücklicherweise unverletzt und werden sofort vom Rettungsdienst und den First Respondern betreut. Sie konnten inzwischen bereits untergebracht werden.

Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden laut Angaben der Polizei auf rund 400 000 Euro. Zur Brandursache können noch keine Angaben gemacht werden.

Weithin ist am Mittwochabend der Feuerschein und die enorme Rauchentwicklung zu sehen. Die Feuerwehren sind schnell am Einsatzort und haben alle Hände voll zu tun. Über lange Wegstrecken, so vom Zuggraben und Hydranten an der Bollenhagener Straße muss die Löschwasserversorgung für die Brandbekämpfung aufgebaut werden, wobei sich besonders wieder der Schlauchwagen der Feuerwehr Jade bewährt. Und auch der Service-Container der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Brake ist hier mit im Einsatz.

Die Bollenhagener Straße wird vorübergehend wegen der Feuerwehrfahrzeuge und Schlauchleitungen voll gesperrt. Unter Atemschutz gehen die Einsatzkräfte vor, um die Flammen, die den gesamten Gebäudekomplex erfasst haben, zu löschen.

Mehrere Einsatzkräfte sind mit der Sicherung der Nebengebäude vollauf beschäftigt. Zwischendurch werden die Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus von Tim Gollenstede mit heißen Getränken und Verpflegung gut versorgt. Damit im großen Gebäude die versteckten Brandnester abgelöscht werden können, müssen mit Hilfe eines Baggers die Wände eingerissen werden.

Der Einsatzleiter, der Jader Ortsbrandmeister Peter Scholz, freut sich über die gute Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte bei der umfangreichen Brandbekämpfung.

Die rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren leisten hervorragende Arbeit und sind bis 0.30 Uhr in der Nacht im Einsatz – und am Donnerstagmorgen werden dann die restlichen Ablösch- und Aufräumarbeiten von der Feuerwehr Jade fortgesetzt. Vom rotweißen Absperrband aus bietet das zerstörte Haus einen traurigen Anblick.


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Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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