BRAKE Wegen des Verdachts auf Mittäterschaft an einem schweren Raub muss sich ein 31-jähriger Braker vor dem Landgericht Verden verantworten. Ihm wird vorgeworfen, 2009 an einem Überfall auf eine Tankstelle in Sottrum (Kreis Rotenburg) beteiligt gewesen zu sein. Dabei waren eine heute 21 Jahre alte Kassiererin mit einem Elek-troschocker bedroht und 1500 Euro erbeutet worden. Der Angeklagte soll den Fluchtwagen gefahren haben.

Es war der 11. März 2009, kurz vor 21 Uhr. „Ich kam gerade aus dem Lager, als zwei maskierte Typen den Verkaufsraum betraten“, sagte die 21-Jährige als Zeugin vor Gericht. Anfangs habe sie geglaubt, dass sich Kollegen einen Scherz mit ihr erlaubten. Als der kleinere der beiden Männer sie brutal an ihren Haaren auf den Boden gezogen und der Größere sich mit einem Elektroschocker ihren Beinen genähert habe, habe sie den Ernst der Lage erkannt. „Ich hatte eine Todesangst“, sagte die 21-Jährige im Zeugenstand.

Männer flüchten

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Sie habe den Männern gesagt, dass es keinen Tresor gebe, woraufhin die Täter sich schließlich mit der Kasse zufrieden gegeben hätten. Sie sei weggeschubst worden und habe in die Werkstatt flüchten können, in der sich noch Bekannte ihres Chefs aufhielten. Diese stürmten daraufhin in den Verkaufsraum, sahen die beiden Täter noch hinauslaufen und dann ein Auto ohne Licht davon fahren.

DNA gefunden

Am Steuer des Fluchtwagens soll der Angeklagte gesessen haben. Auf seine Spur kamen die Ermittler durch eine Zigarettenkippe. Diese fand die Polizei dort, wo der Wagen geparkt haben soll. Die Kippe enthielt DNA des 31-Jährigen.

Weil der Wagen ohne Licht losgefahren sei und etwas entfernt von der Tankstelle geparkt habe, konnten die Zeugen keine Angaben zum Kennzeichen und zum Fahrzeugtyp geben. Auch die Beschreibung der beiden bislang unbekannten Täter war wenig hilfreich. Sie seien maskiert gewesen und hätten Kapuzen über den Kopf gezogen, so die Kassiererin. Gesprochen habe nur der Kleinere, und zwar mit südländischem Akzent.

Obwohl der 31-Jährige an dem eigentlichen Tatgeschehen nicht beteiligt war, muss er sich wegen schweren Raubes verantworten und befindet sich seit mehren Monaten in Untersuchungshaft. Zum Prozessauftakt ließ er über seinen Verteidiger erklären, dass er zunächst keine Angaben machen werde – weder zu seiner Person noch zu den erhobenen Vorwürfen.

Die 21 Jahre alte Kassiererin erlitt laut Gericht einen Nervenzusammenbruch und Blutergüsse. Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Am 9. Juni will das Gericht ein Urteil verkünden.

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